Matrix-Remake mit Legos
Matrix-Remake mit Legos
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Gut 440 Arbeitsstunden stecken in diesem 44-Sekunden-Film. (Bild: «legomatrix.com»)
am 05.01.2010
Meerbusch (dpa-infocom) . Der Kinofilm «The Matrix» ist Kult nicht nur bei Cineasten. Unter «legomatrix.com» können Filmfans sich eine der wichtigsten Szenen des Film anschauen: Filmheld Neo weicht auf einem Hochhausdach den abgefeuert Kugeln aus.
Zu sehen ist allerdings nicht der Originalfilm, sondern eine nachgestellte Szene: eine Art Super-Slow-Motion mit Legofiguren. Die Kugeln segeln in Zeitlupe durchs Bild. Neo scheint sich in alle Richtungen gleichzeitig zu bewegen und kommt so nicht als Ziel in Frage. Gleichzeitig flitzt die Kamera um ihn herum. Diese Filmszene, diese revolutionäre Art zu drehen, hat die Kinowelt verändert. Matrix-Fans haben die Szene zum zehnjährigen Jubiläum des Films liebevoll nachgestellt mit Legobausteinen.
Das Ergebnis ist ein gelungener Stopptrickfilm mit Legobausteinen nebst Originalsound. Genau 44 Sekunden dauert die Szene. Darin stecken 900 sogenannte Frames, Einzelbilder, die mit Legosteinen nachgestellt und fotografiert werden mussten. Aufwand: zirka 440 Arbeitsstunden. Wer den Originalfilm nicht mehr so genau parat hat: Die Gegenüberstellung auf der Webseite hilft nach. Dort lässt sich vergleichen, wie die jeweilige Originalszene aussieht und wie akkurat sie mit Lego nachgestellt wurde. Sogar mitsamt dem Fehler, dass Neos am Boden liegende Waffen verschwunden sind, als er den Kugeln ausweicht.
Wer wissen will, wie so was gemacht wird: In einem «Making Of» erfahren die Besucher, welcher Aufwand hinter dieser «Sekunden-Spielerei» steckt und eben, mit wie viel Liebe zum Detail gedreht wurde. Dabei kommt der Betrachter ganz nahe ran an die Materie, sogar aus verschiedenen Kameraperspektiven. Kurzvideos und Fotos greifen einige Szenen heraus. Zum Beispiel, wenn sich eine böse Kugel im Schildkrötentempo auf den Helden zuschraubt. Einen einzigen Querschläger gibt es allerdings: In der Bausteinchen-Version hat Heldin Trinity eine Glatze. Dennoch: Legomatrix bringt eine ganz eigene Ästhetik in die Szene.
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