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Gedruckt und gebunden - Fotobücher selbst gestalten

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Fotobücher
Hobbyfotografen können bei immer mehr Anbietern ihre selbst gestalteten Fotobücher drucken lassen. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

am 05.01.2010 | Von Johanna Uchtmann, dpa

Frankfurt/Main/Berlin (dpa/tmn) - Herkömmliche Fotoalben sind out. Vorbei sind damit auch die Zeiten, in denen beim hastigen Umblättern Pergament-Trennseiten verknickten. Wer etwas auf sich hält, lässt gleich ein fertiges Fotobuch binden.

«Fotobücher sind der Renner der Branche», sagt Simone Vintz von der Stiftung Warentest in Berlin. Neu im Sortiment sind sie in der Premium-Variante mit Fotopapier. Aber egal, ob beim Heftchen oder beim Luxusbuch in Leder - für Anfänger gilt: nicht übertreiben.

Im Mittelpunkt sollte das Bild stehen, rät Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband in Frankfurt. Sie empfiehlt, das Spektrum an Textarten und -größen nicht auszukosten: Weniger ist mehr. Auch der Seitenhintergrund darf kein Unruhestifter sein. Neulinge sollten sich nicht dazu hinreißen lassen, jede Seite in einer anderen Farbe zu grundieren.

Die Expertin rät zum Spannungsbogen. Eine Reise etwa bebildere spannend, wer auf die erste Buchseite eine Landkarte inklusive Route druckt. «Danach könnten Fotos vom Kofferpacken kommen, auf denen man erwartungsvoll in den Urlaub blickt.» Wichtig sei auch, die richtige Bildgröße zu wählen: Wird ein Foto zu groß aufgezogen, reicht möglicherweise die Qualität nicht aus.

Seit diesem Jahr gibt es «Premium-Fotobücher», sagt Vintz. Sie basieren nicht auf Digitaldruck: Ihre Seiten sind aus glänzendem Fotopapier. Eine Mischung aus Standard und Premium sind digital gedruckte Bücher, deren Seiten mit Glanzlack überzogen sind.

«Gretchenfrage» nennt Rainer Baron von der Zeitschrift «Computer Bild» die Entscheidung, ob glänzend oder nicht. Entscheidungshilfe kann da der Preis sein. Fotopapier-Bücher sind laut Baron fünf bis zehn Euro teurer. Mit 89 Cent pro Seite inklusive Versand hatte Lidl (www.lidl-fotos.de) zuletzt die billigsten Fotobücher mit Fotopapier.

Zwei Cent billiger ist im Premium-Segment Fotoclicks.de. Doch in dem Onlineshop gibt es nur die Variante mit Glanzüberzug. Im Standarddruck sind Aldi (www.aldifotos.de) und Lidl mit 64 Cent pro Seite am preiswertesten. Generell gelte: Wer ein ordentliches Fotobuch haben will, sollte insgesamt schon 20 bis 30 Euro anlegen.

Alle Anbieter stellen auf ihrer Webseite eine Gratis-Software zum Herunterladen bereit. Das Buch erstellt der Kunde am PC, ehe er es dem Anbieter schickt. Der druckt und stellt es per Post zu. Snapfish (www.snapfish.de) etwa bietet auch die Option, das Buch im Browser zu erstellen. Dafür sind die Gestaltungsmöglichkeiten gering.

Sieger im Test der «Computer Bild»war im Standard- und auch Premium-Segment Lidl. Einen Grund dafür sieht Baron in der «Leporello»-Bindung. Dabei besteht die Doppelseite aus einem Stück, so dass sich ein Bild nahezu unterbrechungsfrei auch über zwei Seiten drucken lässt. Platz zwei belegte Budni (foto.budni.de).

Die Firma arbeitet mit dem gleichen Anbieter zusammen wie Saturn (fotoservice.saturn.de). Die Fotobücher des Elektrohändlers schnitten bei Stiftung Warentest im August 2009 am besten ab - gemeinsam mit denen von Mediamarkt (www.mediamarkt-fotobuch.de). Knapp dahinter landeten Rossmann (rossmann-fotowelt.fujicolor.de) und Snapfish.

Hat der Tüftler eine Software ausgewählt, checkt er besser zuerst die Standardeinstellungen. Denn nicht selten schickt der Hersteller die Fotos durch die automatische Optimierung. Die sollte ausschalten, wer die Bilder schon bearbeitet hat. Sonst sieht das retuschierte Bild vielleicht ganz anders aus. Auch wer nicht Hand angelegt hat, sollte die Sache gut überlegen, warnt Vintz: Das Optimieren verpasst etwa einem blauen Himmel unter Umständen einen leichten Rotstich.

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