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Datensicherung online: Von der Festplatte ins Internet

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Datensicherung online
Auslagern statt zu Hause horten: Wer Platz auf der Festplatte sparen will, kann seine Daten bei diversen Anbietern im Web speichern. (Bild: Marks/dpa/tmn)

am 23.12.2009 | Von Philipp Laage, dpa

Dortmund (dpa/tmn) - Wo sind persönliche Daten am besten aufgehoben? Auf dem Rechner oder einer externen Festplatte, denken die meisten Anwender. Dabei gibt es viele Webhosting-Anbieter und Online-Back-up-Dienste, mit denen sich Dateien auf externen Servern speichern kann.

Die Kosten dafür sind recht gering. Und wie ist es mit der Sicherheit? Auch physische Medien sind nicht unbedingt sicherer - ihr Nachteil ist, dass sie altern oder verloren gehen können, sagt Strahinja Zuljevic vom Online-Magazin Netzwelt. Sind die Daten im Netz hinterlegt, kann das nicht passieren. Zudem sind sie dort jederzeit verfügbar.

«Der Nutzer muss kein Geld für teure Hardware ausgeben», sagt Sven Rohkamm vom Webhosting-Anbieter dogado Internet in Dortmund. Die Daten ließen sich unkompliziert speichern. Bei automatisierten Lösungen entfalle zudem das Kopieren der Daten. So müsse der Anwender nicht ständig den Überblick behalten, wo er was abgelegt hat.

Ob der Nutzer seine Daten nur speichert oder auch automatisch mit der Festplatte synchronisieren lässt, hängt vom Angebot ab. Auf der einen Seite steht der einfache Speicherplatz. Hier wählt man nach Rohkamms Worten manuell Ordner oder Dateien aus und zieht sie auf den Online-Speicher. Bei den Angeboten mit automatischem Back-up werden festgelegte Ordner immer zu einem bestimmten Zeitpunkt gesichert.

Gute Anbieter brächten Software mit, die der Nutzer installiert, sagt Zuljevic. Empfehlenswerte Tarife starteten schon bei etwa fünf US-Dollar (3,39 Euro) pro Monat. Verträge würden meist über zwei Jahre abgeschlossen. Von Mail-Anbietern, die heute auch viel Speicher für Daten bieten, sei abzuraten: Der Upload dauere zu lange.

Führende Anbieter seien Mozy, Carbonite oder auch Dropbox, sagt Zuljevic. Die erstgenannten stellen unendlich Speicher zur Verfügung, Dropbox zwei Gigabyte. Ein wichtiges Kriterium sei die Verfügbarkeit: «Nichts ist schlimmer, als wenn der Nutzer gerade seine Daten braucht und der Dienst nicht verfügbar ist.» Je nachdem, wie viele Daten man hochladen will, spiele das Verbindungstempo eine Rolle. Entscheidend seien zudem das Upload-Volumen, der Speicherplatz und die Gebühren, sagt Andreas Krug von der Zeitschrift «Computer Bild».

Ein zentraler Punkt ist die Sicherheit. Nutzer sollten auf die Möglichkeit zum Verschlüsseln ihrer Daten Wert legen, rät Strahinja Zuljevic. Gut sei eine AES-Verschlüsselung - in Kombination mit einem komplizierten Passwort. Das Verschlüsseln der Dateien vor dem Upload und eine Verschlüsselung der Verbindung seien wesentliche Bestandteile, die jede gute Lösung bieten sollte, sagt auch Rohkamm.

Wer monatlich bis zu 15 Euro ausgeben will, speichert seine Daten bei einer deutschen Firma, bei dem sie via FTP-Protokoll verwaltet werden, rät Zuljevic. Dann stehen die Server im Inland - was auch den Vorteil eines höheren Tempos beim Up- und Download biete.

Man dürfe aber keinen Generalverdacht aufstellen, sagt Krug. Daten im Netz abzulegen, sei nicht zwangsläufig unsicher: «Ob man Daten ins Netz stellt und dort speichert, ist eine Frage, die jeder für sich beantworten muss.» Die Online-Variante sollte nach Zuljevics Worten aber nicht «normale» Back-ups ersetzen, sondern sie ergänzen. Allein wichtige Geschäftsunterlagen oder unter Verschluss zu haltendes wie Ärztepapiere hätten im Internet nichts verloren.

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