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Multimedia-Receiver: Die Datenbrücke ins Wohnzimmer

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Sony
Sparsam: Dieses Gerät von Sony hat zwar nur einen USB-Eingang, ist dafür aber relativ günstig. (Bild: Sony/dpa/tmn)

am 26.11.2009 | Von Sven Appel, dpa

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Manchmal werden sie Multimedia-Receiver genannt, manchmal Netzwerkplayer oder Streaming Clients. Gemein ist den Geräten ihre Funktion als Datenbrücke ins Wohnzimmer: Sie bringen auf USB-Sticks gespeicherte Fotos oder auf dem PC lagernde Filme auf den Fernseher. Manche greifen auch aufs Internet zu.

Noch seien sie ein Nischenprodukt, sagt Roland Stehle von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in Frankfurt. «Es gibt jedoch einen Trend zu solchen Geräten.» Frisch im Handel ist Sonys Media-Box SMP-U10. Ihre Aufgabe: Fotos, Filme und Musik vom PC ins Wohnzimmer bringen - so heißt es vom Hersteller.

Die SMP-U10 hat als Dateneingang nur eine USB-Schnittstelle. Das macht das Einbinden ins Heimnetzwerk schwierig. Besser wäre Ethernet oder WLAN. Wer aber Daten nur vom Stick oder von einer mobilen USB-Festplatte möchte, dürfte mit der Media-Box gut bedient sein.

Zudem ist sie mit knapp 70 Euro recht günstig - und mit Ausgängen gut bestückt: Composite Video, Component Video, HDMI, Analog Audio und Coaxial Digital Audio - alles an Bord. Zu den abspielbaren Formaten zählen JPEG, DivX, MPEG-1, MPEG-4, WMA sowie MP3 und AAC-LC.

In Sachen Formate liegen die meisten Geräte nahe beieinander, sagt Christoph de Leuw von der in Hamburg erscheinenden Zeitschrift «Audio Video Foto Bild». «Nur wer speziellere Formate wie Ogg Vorbis oder Flac wünscht, muss genauer hinsehen.» Fotos und Filme skaliert die SMP-U10 bei Bedarf auf eine Auflösung von 1080 Zeilen: auf Full HD.

Western Digital
Sparsam: Dieses Gerät von Sony hat zwar nur einen USB-Eingang, ist dafür aber relativ günstig. (Bild: Sony/dpa/tmn)

Full HD beherrscht auch der neue WD TV Live HD Media Player von Western Digital. Neben zwei USB-Eingängen hat das 150-Euro-Gerät einen HDMI-Ausgang sowie eine optische (SPDIF), eine Composite- und eine Komponenten-Schnittstelle. Zum Einbinden ins Heimnetz ist ein Ethernet-Anschluss vorhanden. Das Menü für die Gerätekonfiguration sieht sogar den Einsatz im WLAN vor.

Eingebautes WLAN bietet der Netzwerk-Receiver EVA8000 von Netgear. Gefunkt wird allerdings maximal mit 54 MBit/s - zu wenig für Streams hochauflösender Filme. Auch das rund 130 Euro teure Gerät hat etliche Anschlüsse: HDMI, Composite, Component und USB sind an Bord. Bei den unterstützten Formaten, steht es oben in der Tabelle.

Vom Buffalo Technology stammt das LT-H90WN LinkTheater HD. Auch daran lassen sich Platten oder USB-Sticks stöpseln. Das LinkTheater ist sehr umfangreich ausgestattet: Ethernet-LAN ist ebenso an Bord wie WLAN im n-Standard, was flüssige Filmübertragungen ermöglicht. An den Fernseher werden Videos über HDMI weitergegeben, auch in Full-HD.

De Leuw hält die Lösung, eine externe Festplatte an den Streaming Client anzuschließen, nicht für praktisch: «Da müssen sie dauernd umstöpseln.» Denn nicht jedes Gerät ermöglicht, den Speicher am Streaming Client mit mehr Daten zu füttern. «Eine Netzwerkfestplatte halte ich für die bessere Lösung.» Dieser NAS genannte Speicher wird ins Heimnetz integriert. Wichtig ist, dass das Gerät auch Musik, Bilder oder Filme bereitstellen kann. Das gilt etwa für Modelle, die den UPnP-Standard unterstützen oder DLNA-zertifiziert sind.

Laut de Leuw unterstützen aber immer mehr Router selbst UPnP. Da reicht es, eine herkömmliche externe Platte mit der USB-Buchse des Routers zu verbinden, um die Daten auf den Fernseher oder die Hifi-Anlage zu bringen. Hat der Nutzer einen Fernseher oder AV-Receiver mit Netzwerkschnittstelle, der ebenfalls UPnP beherrscht, kann er sich den Streaming Client sparen.

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