Mängelrügen bei fehlerhafter Software bringen wenig
Mängelrügen bei fehlerhafter Software bringen wenig
IT-News-World.de
0
5
1
am 06.11.2009
Hannover (dpa/tmn) - Wenn ein Anwender gravierende Fehler einer Software rügen will, sind seine Erfolgsaussichten gering. Es ist laut einem Experten «meist schwer bis unmöglich», bei Computerprogrammen einen Sachmangel nachzuweisen und sie deshalb zum Beispiel zurückzugeben.
Wer trotzdem sein Glück versuchen will, muss sich an den Händler und nicht den Hersteller wenden, weil mit Ersterem normalerweise der Vertrag zustande kommt, erklärte der Rechtsanwalt Ingolf Prinz der Zeitschrift «c't». Prinz verwies auf ein älteres Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Köln.
Dabei war ein Anwender gescheitert, der nach eigenen Angaben «annähernd tagtäglich» die Hotline des Lieferanten hatte anrufen müssen, da das Programm in einem «katastrophalen Zustand» war. (Aktenzeichen: 19 U 80/03). Das OLG Hamm wies die Klage eines Nutzers zurück, der angegeben hatte, ihm seien beim Installieren einer Software «sämtliche Rechner abgestürzt». Das könne auch andere Ursachen wie fehlerhafte Hardware gehabt haben, argumentierten die Richter.
Von der Vorstellung, ein Programm sei ohne jeden Fehler, müssen sich Computernutzer nach Angaben der «c't» verabschieden. Nicht nur Betriebssysteme, sondern auch moderne Anwendungssoftware sei enorm umfangreich. Deshalb könne selbst die tüchtigste Qualitätssicherung beim Hersteller nicht jede Macke entdecken oder jede ungünstige Wechselwirkung mit anderen Komponenten vorhersehen.
Bietet der Hersteller eine Fehler-Hotline an, macht er das meist aus Kulanz. Gibt es dagegen keinen Support oder kann dieser nicht weiterhelfen, versuchen es betroffene Anwender am besten in Foren im Internet, rät die «c't». Dazu geben sie die Fehlermeldung, die der Rechner ausspuckt, möglichst eins zu eins in eine Suchmaschine ein.
Weitere News aus Aktuelles
10.02.2012 | Erfurt (dpa) - Betrüger versuchen zurzeit mit einer neuen Masche, Mastercard-Kunden übers Internet die Daten ihrer Kreditkarte zu entlocken. Verbraucher sollten auf der Hut sein.
Weiter lesen ...
10.02.2012 | Berlin (dpa) - Der verbesserte Schutz vor teuren Telefon-Warteschleifen hat die letzte Hürde genommen. Der Bundesrat billigte am Freitag (10.2.) in Berlin den Kompromiss aus dem Vermittlungsausschuss. Bis Nutzer davon profitieren, vergeht aber noch ein bisschen Zeit.
Weiter lesen ...
10.02.2012 | Berlin (dpa/tmn) - Welche Kontaktanfragen in sozialen Netzwerken sind bei den Internetnutzern in Deutschland unbeliebt? Das wollte das Forsa-Institut wissen. Ergebnis: Fremde und Politiker werden am häufigsten abgelehnt.
Weiter lesen ...
10.02.2012 | Hamburg (dpa/tmn) - Beim Kauf von teuren Elektronikgeräten bieten viele Händler eine sogenannte Zusatzversicherung an. Diese Policen seien aber meistens ihr Geld nicht wert, berichtet die Zeitschrift «Computer Bild».
Weiter lesen ...
09.02.2012 | Berlin (dpa/tmn) - Der erst Ende Juni 2011 gestartete Multimedia-Speicherdienst Unifi stellt seinen Betrieb Ende März ein. Kunden haben dann noch bis zum 30. April Zeit, ihre Musik, Filme oder Fotos von den Servern herunterzuladen und zu sichern, teilt Real Networks mit.
Weiter lesen ...
Weitere News aus dem Bereich Aktuelles »