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Windows 7 ist sicherer und macht mehr Spaß

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Frau am Rechner
Windows 7 stellt weniger Ansprüche an die Hardware. Auf den Prozessor kommt es nicht so an, beim Arbeitsspeicher sollte es ein Gigabyte sein. (Bild: Microsoft)

am 13.10.2009 | Von Sven Appel, dpa

München (dpa/tmn) - Der erste Eindruck ist der wichtigste und Windows 7 vermasselt ihn nicht. Schon beim Installieren macht es das neue Betriebssystem von Microsoft, vom 22. Oktober an erhältlich, dem Nutzer einfach.

Zudem ist es komfortabler und schneller zu bedienen als Vista. Und Microsoft hat es mit vielen neuen Funktionen versehen. «Wir haben das beste aus XP und Vista miteinander verbunden», sagt Daniel Melanchthon von Microsoft Deutschland in München. Das klingt nach Marketing, ist aber nicht von der Hand zu weisen. Wer das neue Windows testen konnte, hatte in der Regel kaum etwas auszusetzen.

Windows 7 stellt weniger Ansprüche an die Hardware. So läuft das Betriebssystem laut Axel Vahldiek von der Zeitschrift «c't» etwa gut auf Netbooks. «Wichtig ist, dass man eine schnelle Festplatte im Rechner hat.» Auf den Prozessor komme es nicht so an, beim Arbeitsspeicher sollte es ein Gigabyte sein.

Microsoft hat beim Gestalten auf die Kritik am Vorgänger reagiert: Vistas Nutzerkontensteuerung nervte mit permanenten Rückfragen. Sie funktioniere jetzt besser, sagt Peter Knaak, Computerexperte der Stiftung Warentest in Berlin. Laut Melanchthon meldet sich Windows 7 nur noch, wenn andere Programme etwas am System verändern wollen.

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Windows 7 stellt weniger Ansprüche an die Hardware. Auf den Prozessor kommt es nicht so an, beim Arbeitsspeicher sollte es ein Gigabyte sein. (Bild: Microsoft)

Möglicherweise lässt Windows 7 standardmäßig jedoch ein bisschen viel durchgehen: «Uns ist es gelungen, die Antiviren-Software zu deaktivieren, ohne dass Windows nachgefragt hat», sagt Axel Vahldiek von der «c't». Diese Sicherheitslücke lasse sich aber sehr einfach beheben: Der Besitzer müsse in der User Account Control, der Benutzerkontensteuerung, die höchste Sicherheitsstufe auswählen.

Windows 7 nimmt dem Nutzer viel Arbeit ab. Zum Beispiel erkennt es schon beim Installieren verfügbare Netzwerke. Der Nutzer muss nur noch eines auswählen und das Passwort eingeben - fertig ist die Netzwerk-Konfiguration. Auch wer einen Rechner mit vorinstalliertem Windows 7 kauft, kann ihn schnell in ein Netzwerk einbinden.

«Microsoft ist das Kunststück gelungen, fast jede Funktion über zwei oder drei Mausklicks weniger erreichbar zu machen als früher», sagt Vahldiek. Mit Windows 7 lässt sich also schneller arbeiten. Doch Anwendungen laufen nicht schneller. Kompatibilitätsprobleme mit älteren Anwendungen sind bisher kaum bekannt.

Umsteiger sollten aber sicherstellen, dass ihr Virenscanner unter Windows 7 läuft. In der Regel dürfte ein kostenloses Update genügen. Einen Virenscanner enthält Windows 7 nicht, wie Vista und XP aber eine Firewall.

Der offensichtlichste Unterschied zu Vista ist das neue Design: «Die Benutzeroberfläche haben wir auf das nötigste reduziert», sagt Melanchthon. In der Standard-Auflösung sind die Schaltflächen auf dem Start-Bildschirm größer - da PC-Displays immer größer und die Symbole auf dem Bildschirm daher immer kleiner geworden sind.

Viele Neuerungen - aber lohnt sich der Umstieg: Wer etwa mit XP glücklich ist, könne es weiter verwenden, sagt Axel Vahldiek. «Es gibt aber auch keinen Grund, vom Umstieg abzuraten.» Windows 7 sei grundsätzlich sicherer als seine Vorgänger. «Und es macht mehr Spaß.»

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Infos

Was kostet Windows 7? Windows 7 wird es in Deutschland in den Versionen Home Premium, Professional und Ultimate geben. Die Vollversionen kosten 200, 310 und 320 Euro. Upgrade-Versionen gibt es für Windows XP und Vista - für 120, 285 und 300 Euro. Das Upgrade für XP ist aber technisch gesehen gar keines, da das Betriebssystem von Grund auf neu installiert werden muss. Alle Editionen werden als 32- und 64-Bit-System ausgeliefert.
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