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Anne-Frank-Kanal auf YouTube

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Anne Frank
Für Anne Frank (undatiertes Archivfoto) gibt es nun einen offiziellen Kanal bei YouTube. (Bild: dpa)

am 30.09.2009

Amsterdam (dpa) - Mehr als sechs Jahrzehnte nach Anne Franks Tod in einem deutschen Konzentrationslager ist zum Gedenken an das jüdische Mädchen ein spezieller Kanal auf der Videowebseite YouTube eingerichtet worden.

«Damit können Menschen überall in der Welt das Leben und die Bedeutung von Anne Frank mit Hilfe einzigartiger Bilder im Internet erkunden», erklärte die Anne-Frank-Stiftung in Amsterdam.

Die Videowebseite für das Mädchen aus Frankfurt am Main, das sich in Amsterdam vergeblich vor den Nazis versteckt hatte und mit 15 Jahren im KZ Bergen-Belsen an Typhus starb, enthält auch bislang unveröffentlichtes Material. Zu sehen ist die einzige erhaltene Filmaufnahme von Anne. Die nur Sekunden dauernde Sequenz zeigt sie im Juli 1941 als Zuschauerin bei der Hochzeit eines Nachbarn.

Geplant ist auch ein virtueller Zugang zu Teilen des einstigen Verstecks der Familie Frank. Er soll am 28. April 2010 zum 50. Jahrestag der Eröffnung des Anne-Frank-Hauses an der Prinsegracht freigeschaltet werden. Das Museum in den Räumen des einstigen Verstecks wird jährlich von hunderttausenden Menschen aus aller Welt besucht.

Auf YouTube können jetzt unter anderem Interviews mit Annes Vater Otto Frank und Miep Gies, der wichtigsten Helferin der versteckten Familie, abgerufen werden. Zudem erzählt Südafrikas Freiheitsheld Nelson Mandela, wie ihm die Lektüre von Anne Franks berühmtes Tagebuch während seiner Haft im Apartheid-Gefängnis auf Robben Island Kraft gegeben habe. Das Website-Angebot werde ständig erweitert und ergänzt, sagte ein Sprecher der Stiftung.

Anne Frank war mit ihrer Familie vor den Nazis nach Amsterdam geflohen. Nach der Besetzung der Niederlande durch deutsche Truppen versteckten sie sich in Hinterhaus der Prinsengracht 263. Im August 1944 wurden die Familie jedoch verraten, festgenommen und in Konzentrationslager gebracht. Nur ihr Vater überlebte. Annes Tagebuch, das vor allem in dem Amsterdamer Versteck entstand, wurde seit 1947 in mehr als 70 Sprachen veröffentlicht.

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