Keine Ersatzteile: Reparatur von Uhren wird teurer
Keine Ersatzteile: Reparatur von Uhren wird teurer
IT-News-World.de
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am 07.09.2009
Leipzig (dpa/tmn) - Die Reparatur von Armbanduhren könnte für Verbraucher bald teurer und komplizierter werden. Das befürchten die Uhrmacher und verweisen auf die nachlassende Ersatzteilversorgung durch die Hersteller.
«Der deutsche Fachhandel wird immer stärker umgangen», sagte Horst Valentin vom Zentralverband für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik bei der Uhren- und Schmuckmesse Midora in Leipzig (5. bis 7. September). «Das hat für Verbraucher Mehrkosten, längere Wege und Wartezeiten zur Folge.»
Immer mehr Hersteller hochwertiger mechanischer Uhren folgen laut Valentin dem Vorbild der Nobelmarke Rolex und beliefern Uhrmacher nicht mehr oder nur noch unter Auflagen mit Ersatzteilen. Reparaturen seien dadurch nur in den Service-Centern der Hersteller oder bei autorisierten Partnern möglich. Um diesen Status zu erlangen, müssten Uhrmacher in der Regel Konzessionär der Marke sein, Schulungen absolvieren und teures Spezialgerät anschaffen. Teils müssten Uhren selbst für einen Wechsel des Armbands eingeschickt werden. «Damit wird das Uhrmacherhandwerk und die Uhr kaputtgemacht», ergänzte Dirk Palige vom Zentralverband des Deutschen Handwerks.
Die Uhrmacher befürchten auch Folgen für die Ausbildung. Da die Kunden Uhren nur dort kauften, wo sie gewartet werden können, stehe die Existenz zahlreicher Betriebe auf dem Spiel. In der Folge würde das Neugeschäft immer stärker ins Internet abwandern. Die Interessensvertretung der Uhrmacher will nun politischen Druck auf die EU-Kommission ausüben, um bei der Ersatzteilversorgung eine ähnlich freizügige Regelung wie im Kfz-Gewerbe zu erlangen.
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