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Die Neuerung liegt im Detail: Fernseher auf der IFA

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Flachbildfernseher
Größe als Nebensache - bei den Flachbildfernsehern auf der IFA stecken die Neuheiten eher im Detail. (Bild: Jensen/dpa/tmn)

am 03.09.2009 | Von Sven Appel, dpa

Berlin (dpa/tmn) - Während die TV-Geräte-Hersteller auf den Funkausstellungen der vergangenen Jahre durch immer größere Bilddiagonalen beim Publikum punkten wollten, liegen die Neuerungen in diesem Jahr eher im Detail.

Wer den Größten hat, interessiert also nicht mehr. Sharp zum Beispiel, ein Big-Player in Sachen LCD, zeigt auf der Neuheitenschau in Berlin (4. bis 9. September) zwei neue AQUOS-Modelle - den LE700E und den LE600E. Die Geräte sind mit Diagonalen von 132 beziehungsweise 116 Zentimeter verfügbar.

Was Sharp wie vielen anderen Herstellern jedoch wichtiger als die Größe ist, ist die Art und Weise, wie die Flüssigkristalle des Displays von hinten angestrahlt werden: mit LED. Statt bisher Leuchtstoffröhren werden nun Leuchtdioden genutzt - das spart Strom.

Im Fachjargon heißt die neue Display-Beleuchtung LED Backlight. Allerdings muss unterschieden werden zwischen Full LED Backlight und Edge. Bei Full oder Direct LED sind die Dioden flächig gleichmäßig verteilt. Die Edge-Variante sieht LED nur an den Seiten vor. «Wir haben uns für Full LED entschieden», sagte Frank Bolten von Sharp.

LED-TV-Modell
Größe als Nebensache - bei den Flachbildfernsehern auf der IFA stecken die Neuheiten eher im Detail. (Bild: Jensen/dpa/tmn)

Philips bietet beides an: Edge LED bringe anders als Direct LED bei der Bildqualität gegenüber der herkömmlichen CCFL-Technik keinen Vorteil bei der Bildqualität, erklärt Georg Wilde, Pressesprecher bei Philips Deutschland. «Dafür ermöglicht Edge aber eine sehr flache Bauweise.» Zu sehen ist diese flache Bauweise unter anderem beim 40PFL8664 von Philips. Dieser LCD-Fernseher ist gerade mal 39 Millimeter tief. Er kommt im Oktober für 1700 Euro in den Handel.

Samsung geht sogar so weit, bei einigen Modellen von einem LED TV zu sprechen. Allerdings verfolgt der koreanische Hersteller mit seinen neuen Modellen der 8090er Serie auch noch einen anderen Trend: den in den Fernseher integrierten Internetzugang. Den bieten mittlerweile mehrere Hersteller wie Philips und Loewe an.

Für Verunsicherung bei potenziellen TV-Käufern hat in den vergangenen Wochen das Thema CI+ gesorgt. CI+ wird bei etlichen Sendern zur technischen Voraussetzung, um deren Programme auch in HD-Qualität empfangen zu können. Bisher hatten nur wenige TV-Geräte eine CI+-Schnittstelle eingebaut. Das ändert sich spätestens mit dieser IFA: Unter anderem setzt Samsung in fast allen neuen Modellen CI+ ein. Insgesamt statten die Hersteller die TV-Flundern großzügiger aus. Das gilt auch für die Tuner zum Empfang über DVB-C, DVB-S und DVB-T in SD und HD.

Zu den eindrucksvollen IFA-Präsentationen gehört das 3D-Kino von Panasonic: Hier können sich Besucher Kinotrailer in 3D ansehen. Auch Sony hat sich des Themas angenommen. Beide Hersteller haben in Berlin angekündigt, im kommenden Jahr 3D-fähige Fernseher und Blu-ray-Player auf den Markt und 3D damit in die Wohnzimmer zu bringen. Um das Tragen der 3D-Brille kommen die Zuschauer allerdings nicht herum. Und fraglich ist auch, ob die Systeme beider Hersteller kompatibel zueinander sind, oder ob sich potenzielle Kunden wie schon bei HD DVD und Blu-ray auf einen weiteren Formatstreit einrichten müssen.

Bildergalerie
FlachbildfernseherLED-TV-ModellLCD-Fernseher von Philips

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