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HDCP, IPTV und Co.: Mini-Lexikon zur IFA

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Installation mit Flachbildfernseher
HDCP, HDMI oder Interlacing? Auf der IFA werden Verbraucher immer häufiger mit Fachbegriffen und Kürzeln konfrontiert. (Bild: dpa)

am 03.09.2009

Berlin (dpa) - Mit der Verbreitung digitaler Elektronik kommen immer mehr Fachbegriffe auf die Verbraucher zu. Nachfolgend werden zur Funkausstellung IFA (3. bis 9. September) in Berlin einige von ihnen kurz erklärt:

Auflösung: Ist ein Maß für die Detailerkennung. Digitale Bilder setzen sich aus vielen Einzelpunkten zusammen. Je höher die Zahl der Bildpunkte, desto höher die Auflösung. Die immer größer werdenden Fernsehschirme machen auch eine höhere Auflösung notwendig, um noch ein klares Bild zu bekommen. So hat der neue - hochauflösende - Fernsehstandard HDTV eine Auflösung von bis zu 1920 mal 1080 Punkten, während zum Beispiel das bisherige PAL-Format auf 720 mal 576 Punkte kommt.

DVB (Digital Video Broadcasting): Europäischer Standard zur Übertragung digitaler Fernsehdaten über Satellit (DVB-S), terrestrisch über Antenne (DVB-T) oder Kabel (DVB-C). Im Aufbau ist auch DVB-H (Handy) für Fernsehempfang auf Mobiltelefonen. Bis 2010 sollen sämtliche Fernsehsignale in Deutschland digital übertragen werden.

HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection): Ein digitaler Kopierschutz, der das Kopieren von Sendungen im HDTV-Format verhindern soll. Dabei werden Bild und Ton von einer digitalen Quelle nur abgespielt, wenn der Empfänger (z.B. ein TV-Gerät) die HDCP- Verschlüsselung unterstützt. Fernseher mit «HD ready»-Siegel müssen den Kopierschutz unterstützen. Die digitale Aufzeichnung HDCP- geschützter Inhalte ist nicht möglich. Zudem können sogar einzelne Geräte gesperrt werden, wenn angenommen wird, dass bei ihnen die HDCP-Verschlüsselung geknackt worden ist.

HDMI (High Definition Multimedia Interface): Schnittstelle für die Übertragung von Bild- und Tondaten bei HDTV in Set-top-Boxen und HD- Fernsehern. Es ermöglicht die völlig digitale Übertragung von Videodaten und Digitalton mit bis zu acht Kanälen. Der digitale Kopierschutz HDCP ist integriert.

HDTV (High Definition Television): HDTV hat eine deutlich höhere Auflösung, zeigt das Bild schärfer und detailreicher und wird im Format 16:9 statt im bisherigen Maß 4:3 ausgestrahlt. Die Auflösung beträgt bis zu 1920 x 1080 Pixel. Um die HD-Bilder zu sehen, benötigt man einen Fernseher mit dem Siegel «HD ready».

IPTV (Internet Protocol Television): Format für Fernsehübertragungen über das Internet. Die Bilder werden dabei als Datenpakete über Internet-Protokoll verschickt. Für interaktive Angebote wie TV- Shopping gibt es einen Rückkanal.

Interlacing: Bisher wurden die Fernsehbilder im so genannten Zeilensprungverfahren ausgestrahlt. Dabei werden erst alle geraden und dann alle ungeraden Zeilen abgebildet. Der Vorteil ist eine flüssige Bewegungsdarstellung, der Nachteil ein mögliches Flimmern. Daher geht der Trend dazu, alle Zeilen nacheinander abzubilden. Dieses Verfahren nennt man progressive.

LCD (Liquid Crystal Display): Flüssigkristallbildschirm. Das Display besteht aus zwei dünnen Glasscheiben, die von innen mit einer Elektrodenschicht aus unterschiedlich polarisiertem Material überzogen sind. Im Zwischenraum befinden sich die Flüssigkristalle. Durchgeleiteter Strom sorgt dafür, dass sich die Kristalle so ausrichten, dass sie entweder Licht durchlassen oder nicht.

Plasma-Bildschirm: Bei Plasma-Bildschirmen werden zwischen zwei Glasscheiben Moleküle von Xenon-Gas über anliegende Elektroden zur Explosion gebracht. Das entstehende ultraviolette Licht erzeugt an der Bildschirmrückwand grüne, rote und blaue Strahlung. Während herkömmliche Kathodenstrahlröhren ein Bild in rascher Abfolge rastern, sind alle Bildpunkte eines Plasmaschirmes einzeln und gleichzeitig ansprechbar. Plasmaschirme sind extrem flach und sind auch noch bei Blickwinkeln von bis zu 160 Grad gestochen scharf.

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