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Panasonic präsentiert erste Blu-ray-Rekorder

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Panasonic DMR-BS850
Blu-ray-Rekorder von Panasonic: Der DMR-BS850 hat eine Festplatten-Kapazität von 500 Gigabyte. (Bild: Panasonic)

am 03.09.2009

Berlin (dpa/tmn) - Panasonic bringt erstmals zwei Blu-ray-Rekorder auf den deutschen Markt. Der DMR-BS850 besitzt eine Festplatten-Kapazität von 500 Gigabyte (GB), bei dem Modell DMR-BS750 sind es 250 GB.

Die mit einem Twin-HDTV-Tuner ausgestatteten Geräte können zwei HD-Programme gleichzeitig aufnehmen. Wegen der aktuellen Diskussionen um den Pay-TV-Zugangsstandard CI+ werden die Rekorder jedoch erst im Frühjahr 2010 in den Handel kommen, teilte Panasonic im Vorfeld der Funkausstellung IFA in Berlin mit (4. bis 9. September). Preise nannte der Hersteller noch nicht.

Nach Sony stellte auch Panasonic 3D-Fernsehgeräte vor. Sie sollen im kommenden Jahr zusammen mit entsprechenden Blu-ray-Abspielgeräten auf den Markt kommen, kündigte Panasonic-Manager Yoshiiku Kiyata an. «Nächstes Jahr wird sich das Fernsehen dramatisch verändern», sagte er. Panasonic gehe davon aus, als erster Hersteller mit einer Komplettlösung von der Produktion von 3D-Bildern bis hin zu Verbrauchergeräten auf den Markt zu kommen. Kurz zuvor hatte Sony-Chef Howard Stringer in Berlin ebenfalls 3D-Fernsehgeräte angekündigt.

Infos

Wie funktioniert 3D-Fernsehen? Das 3D-Fernsehen beruht auf der Technik der Stereoskopie. Dafür wird eine Szene mit zwei Kameras aufgenommen, die im mittleren Augenabstand voneinander montiert sind. Auf diese Weise entstehen zwei «Halbbilder», die jeweils nur für ein Auge gedacht sind. Für die Betrachtung gibt es verschiedene Möglichkeiten: Klassische Stereoskope haben beispielsweise zwei Okulare, durch die jedem Auge das passende Halbbild gezeigt wird. Im Hirn entsteht durch die Kombination der Halbbilder ein räumlicher Eindruck. Durch ein solches Stereoskop kann jedoch nur ein Betrachter zur Zeit gucken. Gedruckte oder projizierte 3D-Bilder können dagegen von mehreren Zuschauern betrachtet werden. Meist werden dazu die Halbbilder mit einem optischen Trick voneinander getrennt. Am bekanntesten sind die sogenannten Anaglyphen, die durch eine Rot-Grün-Brille betrachtet werden müssen. Dabei werden die beiden Halbbilder in die Komplementärfarben Rot und (Blau-)Grün eingefärbt und etwa auf eine Leinwand projiziert. Der Betrachter muss die Rot-Grün-Brille aufsetzen, durch die jeweils für ein Auge ein Halbbild ausgeblendet wird. Wieder entsteht durch die Kombination der beiden Halbbilder im Gehirn ein räumlicher Eindruck. Wegen der benutzten Farbtrennung lassen sich auf diese Weise aber nur Schwarz-Weiß-Bilder wiedergeben. Für 3D-Farbbilder werden die Halbbilder durch die sogenannte Polarisation des Lichts getrennt: Alle Lichtwellen besitzen eine Schwingungsebene. In einem normalen Lichtstrahl kommen in der Regel alle Schwingungsebenen gleichmäßig vor. Mit einer kleinen Blende lassen sich jedoch Schwingungsebenen sortieren. So wird etwa das eine Halbbild mit senkrechter und das andere mit waagerechter Schwingungsebene ausgestrahlt. Die zugehörige Spezialbrille lässt an jedem Auge jeweils nur eine der beiden Schwingungsebenen durch. So sieht jedes Auge nur «sein» Halbbild, das Hirn mischt daraus den dreidimensionalen (3D) Eindruck. Es gibt auch eine Reihe von Projektionstechniken, die keine Brille zur Betrachtung erfordern, sie haben sich jedoch wegen verschiedener technischer Schwierigkeiten bislang nicht durchgesetzt. Das Stereoskop war bereits in den 1830er Jahren von dem Briten Charles Wheatstone erfunden worden. Die ersten 3D-Filmvorführungen zeigten Anfang des 20. Jahrhunderts die Brüder Auguste und Louis Lumière.

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