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Sony mit weiteren Lesegeräten für digitale Bücher

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E-Book-Reader
Die «Pocket Edition» des E-Book-Readers PRS-300 ist in den USA für rund 200 Dollar zu haben. Ob sie nach Deutschland kommt, ist noch unklar. (Bild: Sony)

am 05.08.2009

San Diego (dpa) - Sony bringt zwei neue Modelle seines Lesegeräts für digitale Bücher auf den Markt und prescht damit weiter gegen den Konkurrenten Amazon vor. Mit einem günstigen Einstiegsgerät will das Unternehmen neue Kunden für die digitalen Lesegeräte (E-Book-Reader) gewinnen.

Die etwas kleinere «Pocket Edition» soll im kommenden Monat zunächst in den USA für rund 200 Dollar in den Handel kommen. Ziel sei es, den Markt zu erweitern und den Kunden eine breite Auswahl an Lesestoff zu bieten, sagte Sony-Manager Steve Haber.

Ein weiteres Modell, die «Reader Touch Edition», hat Sony mit berührungsempfindlichem Bildschirm ausgestattet, über den der Nutzer navigieren und Notizen machen kann. Im Vergleich zu seinem Vorgänger soll das Gerät um rund 50 Dollar günstiger für einen Preis von 250 Dollar auf den Markt kommen. In den USA tritt Sony mit seinen Readern gegen den Online-Einzelhändler Amazon an, der mit dem «Kindle» zu den Pionieren in dem neuen Markt gehört. Anders als Amazon verkauft Sony seinen E-Book-Reader aber auch in Deutschland, derzeit für einen Preis von rund 250 Euro inklusive einem Bonus-Paket.

Ob die neuen Modelle ebenfalls in Deutschland zu haben sein werden, könne derzeit offiziell nicht bestätigt werden, hieß es von Sony Deutschland. Vermutlich wird das Unternehmen aber zur weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik, der Ifa in Berlin (4. bis 9. September), ein neues Modell für den deutschen Markt vorstellen. Hierzulande hatte Sony das erste Modell im März in den Handel gebracht und arbeitet für die Inhalte unter anderem mit dem Grossisten Libri und der Buchhandelskette Thalia zusammen.

Zuletzt war Amazon heftig in die Kritik geraten, nachdem das Unternehmen bereits verkaufte E-Books auf den Geräten der Kunden ungefragt wieder gelöscht hatte. Unter anderem waren digitale Kopien des Romans «1984» von George Orwell von einem Händler vertrieben worden, der dafür die Urheberrechte nicht besaß. Amazon-Chef Jeff Bezos hatte sich nach der Empörung vieler Kunden öffentlich für das Vorgehen entschuldigt.

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