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Spiele«Es könnte mehr sein»: Premiere für Online-Spiele-Messe
am 31.07.2009 | Von Gitta Keil, dpa Leipzig (dpa) - Die Messe Leipzig blickt mit Spannung auf ihren jüngsten Ableger: Am Freitag (31.7.) hat die weltweit erste Messe speziell für Online und Handy-Spiele Premiere. Bis Sonntag öffnet die Messe ihre Pforten. Es ist ein Anfang mit neuem Konzept - und auf bescheidenem Niveau: 74 Aussteller aus 8 Ländern zeigen insgesamt 150 Spiele. Gerade mal eine Messehalle füllen die Spiele-Anbieter, einen Gutteil der Ausstellungsfläche belegt Südkorea als Partnerland der Messe. Doch die Neuausrichtung war nötig geworden, nachdem der Branchenverband BIU beschlossen hatte, die große Computerspiele-Messe ab diesem Jahr unter dem Namen Gamescom in Köln zu veranstalten. Unmittelbar nach der Öffnung war die Resonanz in Leipzig noch verhalten. «Es könnte mehr sein», sagte eine junge Besucherin im Fantasy-Kostüm und meinte Anbieter und Besucher gleichermaßen. «Wir hoffen auf das Wochenende», sagte ihre Freundin. Auch Messe-Chef Wolfgang Marzin erwartet vor allem für den Samstag noch mehr Andrang. Er hofft auf 50 000 Besucher. «Aber es ist das erste Mal. Da weißt du gar nichts», sagte er und mahnte zur Geduld. Vor allem will er den Neuling nicht an der Rekord-Veranstaltung des Vorjahres mit mehr als 200 000 Besuchern messen lassen. «Online wird sich schon entwickeln», prognostizierte er mit Blick auf den boomenden asiatischen Markt. Für den Messechef ist das Gelingen der GCO aber wohl auch eine Prestigefrage, nachdem die Spielebranche Leipzig das Vertrauen entzogen hat. Um die Spiele-Angebote hat die Messe ein pralles Begleitpaket geschnürt: Das Deutschlandfinale der World Cyber Games wird in Leipzig ausgespielt, bei den Modding-Meisterschaften zeigen Talente ihre kreativ gestalteten PC-Gehäuse. Workshops geben Tipps zum Kreieren von Avataren. Kartbahn, Football oder Live-Rollenspiele sollen Gamer anziehen. Teil des neuen Konzepts sind die Communitys. Den virtuell vernetzten Spielern bietet Leipzig einen realen Treffpunkt und den Anbietern die Möglichkeit zur Kundenpflege. Denn diese Gemeinschaften entscheiden für den Unternehmen wesentlich über den Geschäftserfolg. Bei kostenlosen Online Games verdienen die Firmen, wenn Spieler etwas zukaufen, wie Zeitvorteile oder Equipment. Für den Chef des nach eigenen Angaben weltgrößten Browserportals Bigpoint, Heiko Hubertz, ist die Kontaktpflege zu den Gamern ein Hauptgrund für die Messe-Teilnahme. Communitys als soziale Netzwerke und Marktfaktor werden auch auf einer begleitenden Konferenz thematisiert. Für Bigpoint-Chef Hubertz passt das Konzept der GCO für die Branche. Allerdings geht er mit seinem Unternehmen auch zur Gamescom nach Köln. «Wir werden beides vergleichen und entscheiden, ob wir im kommenden Jahr wieder zu beiden Messen gehen oder uns für eine entscheiden», sagte er. Links
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