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Wie sich Bundesligisten im Netz präsentieren

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Bundesligisten im Netz
Wundertüte Webpräsenz: Fußball-Bundesligisten bieten im Netz zum Beispiel eigene TV-Sender oder Live-Ticker an. (Bild: Wenda/dpa/tmn)

am 29.07.2009 | Von Florian Oertel, dpa

Hamburg (dpa/tmn) - In Deutschland werden Wölfe gejagt - keine mit Fell und scharfen Zähnen, sondern die Kicker vom VfL Wolfsburg, dem amtierenden Meister der Fußball-Bundesliga.

Meisterlich präsentieren sich die Niedersachsen auch im Internet: mit Jubelbildern vom letzten Spieltag der vergangenen Saison. Was haben die Webseiten des VfL und der anderen Profivereine darüber hinaus - und neben den üblichen News-Leisten, Terminkalendern und Fan-Communitys - zu bieten?

Die Wolfsburger («vflwolfsburg.de») verzichteten zuletzt (Stand für alle vorgestellten Seiten: 28. Juli) noch darauf, aber bei den meisten Konkurrenten ist er heute Standard: der eigene Fernsehsender. Ob im «fcb.tv» von Bayern München («fcbayern.t-com.de»), im «SC Freiburg TV» des Aufsteigers aus Südbaden («scfreiburg.com») oder im «Fohlen.TV» von Borussia Mönchengladbach («borussia.de»): Bei den Online-Stationen sind Höhepunkte oder auch komplette Spiele, Interviews und Trainingsberichte zu sehen.

Spannend zu beobachten ist, wie international sich die Vereine geben. Während sich die meisten mit einer englischen Variante ihrer Webseiten begnügen, setzt die Berliner Hertha («herthabsc.de») neben den Bayern Maßstäbe: mit einer chinesischen, einer polnischen und einer italienischen Version - Englisch gibt es sowieso. Der VfL Bochum hat Japanisch im Programm, Schalke 04 («schalke04.de») Russisch. Der VfL Wolfsburg ist auf Spanisch und Portugiesisch am Start - letzteres sicher wegen des brasilianischen Stürmers Grafite.

Neben den südamerikanischen ist man beim amtierenden Meister auch um die jüngsten Fans bemüht: Im «Wölficlub» gibt es aktuelle Infos für Kinder. Ähnliche Plattformen haben zum Beispiel der Hamburger SV («hsv.de») mit «HSV Kids», Borussia Dortmund («bvb.de») mit dem «BVB Kidsclub», Hertha BSC mit der Seite «herthinho.de» oder der VfL Bochum («vfl-bochum.de») mit dem «Bobbi Klub». Auf der Seite von Bayer Leverkusen («bayer04.de») gibt es immerhin ein Aufnahmeformular für den «Löwenclub».

«Dem echten Meenzer liegt die Musik im Blut», steht auf der Seite von Mainz 05 («mainz05.de»). Deshalb finden Fans des Aufsteigers oder vielleicht eher solche, die es werden wollen, etliche Texte von Songs, die am Bruchweg zum Besten gegeben werden. Auch in der anderen in der Bundesliga vertreten Karnevalshochburg, in Köln, ist man dem Liedgut zugetan. Ehrensache, dass Fans der Geißbockelf schon auf der Startseite («fc-koeln.de») die «FC-Hymne» anschalten können.

Einige Proficlubs lassen online ihre Historie Revue passieren. Im Fall von Traditionsvereinen wie dem VfB Stuttgart («vfb.de») oder Bayern München lesen sich die Rückblicke durchaus interessant. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig offensiv diese Vereine online auf ihre Erfolge verweisen. Wann hat der HSV nochmal den Europapokal der Landesmeister gewonnen? Wer das auf der Vereinsseite nachschlagen will, darf es nicht wirklich eilig haben.

Da muss schon ein aktueller Zweitligist kommen und zeigen, wie man Glanz und Gloria von einst richtig in Szene setzt: Wer die Seite des 1. FC Kaiserslautern («fck.de») öffnet, sieht nicht nur über dem Betzenberg die Sonne scheinen. Er kann auch sofort die «FCK-Momente», «Wahre Helden» des Vereins, die «Traditionself» und «Lautrer Buben» anklicken. All das ist nur ein paar Pixel entfernt von diversen zu abonnierenden RSS-Feeds und dem Twitter-Kanal der Roten Teufel.

Weitere Bundesliga-Webseiten: Werder Bremen («werder.de»), Eintracht Frankfurt («eintracht.de»), Hannover 96 («hannover96.de»), TSG 1899 Hoffenheim («tsg-hoffenheim.de»), 1. FC Nürnberg («fcn.de»).

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