«Wahlboykott»-Video: Ironie oft nicht verstanden
«Wahlboykott»-Video: Ironie oft nicht verstanden
IT-News-World.de
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am 27.07.2009
Hamburg (dpa) - Ein Internet-Video, in dem deutsche Prominente zum Wahlboykott aufrufen, hat zahlreiche Menschen empört - die den Spot fälschlicherweise ernst nehmen.
«Tagesschau»-Sprecher Jan Hofer, der in dem Clip zu sehen ist, sagte dem Magazin «Focus», er sei überrascht, «wie viele Leute so naiv sind und glauben, er würde wirklich nicht zur Wahl gehen». Hofer sagt in dem Clip, der auf der Videoplattform YouTube zu sehen ist: «Also, Sie werden mir das ja vielleicht nicht glauben, aber ich gehe nicht wählen.»
Am Dienstag werde der zweite Teil der Botschaft erscheinen, sagte Hofer dem «Focus». Dieser soll verdeutlichen, dass es bei der Aktion ganz klar um einen Aufruf zur Wahl geht. Das Video erinnert an eine Aktion im vergangenen US-Wahlkampf, in der Hollywood-Schauspieler vorgeblich zum Wahlboykott aufriefen - tatsächlich aber zum Wählen animieren wollten. Auch dieser Clip hatte Proteste zur Folge.
Bei dem derzeit etwa eine Minute langen deutschen Clip machten auch Schauspieler wie Claude-Oliver Rudolph und Regisseur Detlev Buck mit. Die Aktion wurde von der Informationsplattform «politik-digital.de» gemeinsam mit der Produktionsfirma Probono von Friedrich Küppersbusch initiiert.
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