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Neues Portal mit kostenlosen Biografien

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Biographie-Portal
Auf dem neuen Portal können Lebensläufe von zahlreichen Persönlichkeiten kostenlos eingeschaut werden. (Bild: «biographie-portal.eu»)

am 22.07.2009

München (dpa) - Ob Kaiser und Könige, Schreiber aus dem Mittelalter, Philosophen oder Industrielle - Lebensläufe von zahlreichen Persönlichkeiten aus dem deutschen Sprachraum können in Zukunft kostenlos unter «biographie-portal.eu» nachgeschaut werden.

Das gemeinsame Projekt von Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz umfasst derzeit rund 120 000 Einträge und ist nach Angaben der Initiatoren in Europa bislang einzigartig.

Die bisherigen Angebote im Netz zu Biografien hielten einer wissenschaftlichen Prüfung oft nicht Stand, sagte Christine Gruber vom Österreichischen Biographischen Lexikon. Das Portal soll deshalb zuverlässige Informationen bieten und dem Suchenden ersparen, mehrere Internetseiten durchforsten zu müssen. Allerdings sei die Seite nicht als direkte Konkurrenz zum Internet-Lexikon Wikipedia entstanden. «Wir wollten einfach ein redaktionell betreutes Portal, das offen zugänglich ist», sagte Peter Schnitzlein von der Bayerischen Staatsbibliothek. An Wikipedia können alle Internetnutzer mitschreiben. Die Zuverlässigkeit der Infos ist deshalb umstritten.

Ins Leben gerufen wurde das Internet-Lexikon von der Bayerischen Staatsbibliothek, der Historischen Kommission der Bayerischen Akademien der Wissenschaften, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Stiftung Historisches Lexikon der Schweiz. Sämtliche Institutionen haben ihre bisherigen Biografie-Bestände zusammengefasst.

«Nach und nach sollen sich auch weitere biografische Nachschlagewerke und wichtige Personendatenbanken anschließen können, um so eine vereinte europaweite Kommunikationsplattform zu schaffen», sagte Gruber. Finanziert wurde das Projekt bislang ausschließlich durch die Initiatoren selber. In den kommenden Monaten sollen weitere Universitäten und Archive in Europa zum Mitmachen überredet werden. Gruber: «Das Portal soll die zentrale Anlaufstelle für Benutzer werden, die wissenschaftlich fundierte Daten suchen.»

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