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Spiele

Die Folgen von «Wii Fit»: Immer neue Sport-Spiele

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Die Folgen von «Wii Fit»: Immer neue Sport-Spiele IT-News-World.de 1 5 6
«EA Sports Active»
«EA Sports Active» hat für Konsolenbesitzer, die die längste Zeit Sessel-Surfer gewesen sein wollen, jede Menge Übungen parat. (Bild: EA Sports/dpa/tmn)

am 22.07.2009 | Von Florian Oertel, dpa

Hamburg (dpa/tmn) - Schuld ist ein weißes Brett, das aussieht wie eine Personenwaage: Das Balance Board, seit 2008 zusammen mit dem Titel «Wii Fit» erhältlich, hat für eine Welle an Sport-Spielen gesorgt.

Dabei werden zwar auch Figuren auf dem Bildschirm aktiv, vor allem sollen sich aber die Menschen davor bewegen. Zuletzt ist wieder ein Schwung solcher Titel erschienen, weitere sind angekündigt. Die meisten kommen ohne das Balance Board aus.

Das gilt für «Laufrhythmus DS - Bring Bewegung in dein Leben!». Damit will Nintendo Besitzer der Minikonsole DS zu mehr Bewegung verhelfen - mit dem «Actimeter». Der Nutzer steckt ihn morgens in die Hosentasche und verbindet ihn abends mit dem DS. Dann sieht er, wie viele Schritte er gegangen ist und zu welchen Tageszeiten.

Wozu ist das gut? Zur Sportskanone wird man so ja eher nicht - auch wenn man das anfängliche Ziel von 3000 Schritten regelmäßig erreicht und sein «Plansoll» steigert. Der Nutzer soll sich mit Hilfe des «Actimeter» ein Bild von seinem Lebensrhythmus machen und diesen letztlich so gestalten, dass Körper und Geist etwas davon haben.

Eine Reihe laut Eigenwerbung «virtueller Fitnessprodukte» hat EA Sports angekündigt. Schon zu haben ist «EA Sports Active» für die Wii - Untertitel: «Personal Trainer». Hier geht das Training am Monitor über die Bühne und reicht von Kniebeugen bis zum Dauerlauf.

«Laufrhythmus DS»
«EA Sports Active» hat für Konsolenbesitzer, die die längste Zeit Sessel-Surfer gewesen sein wollen, jede Menge Übungen parat. (Bild: EA Sports/dpa/tmn)

Neulinge stellen sich am besten der 30-Tage-Challenge. Ein Trainer gibt ihnen immer anspruchsvollere Aufgaben vor. Zu den Besonderheiten gehört ein Beingurt, in den sich der «Nunchuk» der Wii-Steuerung stecken lässt. Er zeichnet dann die Bewegungen des Unterkörpers auf.

Allerhand persönliche Trainer hat auch Ubisoft bereits in Stellung gebracht - zuletzt etwa den «Mein Fitness-Coach». Damit zur Bewegung eine gute Ernährung kommt, hat der Anbieter «Mein Koch-Coach - Gesund und lecker kochen» für den DS nachgeschoben: eine schick aufbereitete Sammlung von mehr als 200 Rezepten.

Damit nicht genug: Später in diesem Jahr will Nintendo mit «Plus» eine neue Version von «Wii Fit» in die Läden bringen - mit etlichen neuen Übungen und der Möglichkeit, persönliche Pläne für das tägliche Training auszuarbeiten.

Von Ubisoft soll vor Weihnachten das nach Angaben des Unternehmens erste Fitness-Spiel zu haben sein, zu dem eine Kamera gehört: «Your Shape» für die Wii. Dessen «Körper-Tracking-Technologie» scannt den Spieler und bringt ein Körperabbild auf den Schirm. Dadurch soll sich ein besonders passgenaues Programm zusammenstellen lassen.

All das klingt bestens, aber bieten die Titel Konsolen-Besitzern, die fitter werden wollen, tatsächlich einen Mehrwert? Die Anbieter haben zumindest zum Teil Zweifeln vorgebeugt, indem sie sich Experten ins Boot geholt haben. So prangt etwa auf dem Karton von «EA Sports Active» das Logo des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Nintendo hat sich vom Sportwissenschaftler Prof. Albert Gollhofer von der Uni Freiburg bestätigen lassen, «Wii Fit» könne beim Gleichgewichtstraining von untrainierten und älteren Menschen gute Dienste leisten. Doch letztlich dürfte es vor allem am Nutzer liegen, zu entscheiden, ob ihn die Spiele voranbringen und ihn - im besten Fall - von der Couch-Potatoe zum Bewegungs-Fan machen.

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