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BerichteNettops als billige Alternative zum Desktop-PC
![]() Huckepack: Dieser Nettop-Rechner lässt sich auf der Rückseite eines Displays befestigen. (Bild: Acer/dpa/tmn) am 15.07.2009 | Von Philipp Laage, dpa Ratingen (dpa/tmn) - Ein kleiner Nettop-PC kann eine Alternative zum klassischen Desktop-PC sein. Das Kompaktgerät ist günstig und eignet sich als einfache Arbeitsstation. Und Nettop-PCs verbrauchen relativ wenig Strom. Ein Nettop ist ein günstiger PC, der vor allem für den Zugriff auf das Internet gedacht ist, erklärt Christof Windeck von der Computerzeitschrift «c't». «Darauf läuft im Wesentlichen ein Webbrowser, ein E-Mail-Programm und vielleicht noch eine einfache Fotobearbeitung zum Hochladen von Bildern.» Die magere Ausstattung sei bewusst gewählt - so könne der Rechner sparsam und billig, aber gleichzeitig auch kompakt und recht zuverlässig sein. Preislich liegen die Nettops in der Regel um die 300 Euro, sagt Michael Schmelzle von der Computerzeitschrift «PC-Welt». Zwar böten Nettops im Vergleich zu Standard-PCs weniger Rechenleistung. «Dafür arbeiten sie wesentlich stromsparender und leiser als gewöhnliche PCs.» Aufgrund der verwendeten Hardware seien darüber hinaus kompaktere Gehäusedesigns möglich. Sogenannte 1-Liter-PCs seien zum Beispiel der Acer Aspire R3600 Revo und die Asus EEE Box. Bei Geräten mit vorinstalliertem Windows kommt meistens eine Spezialversion der Windows XP Home Edition zum Einsatz. Vista stellt höhere Anforderungen an die Hardware und sei damit eher ungeeignet. Ein großer Vorteil von Nettop-PCs ist vor allem ihr geringer Stromverbrauch. Der Atom-Prozessor und die im Chipsatz integrierte Grafik benötigten nur ein Zehntel bis ein Dreißigstel der Energie herkömmlicher Desktop-Prozessoren. «Ein Nettop braucht insgesamt ungefähr 30 bis 40 Watt, ein 300-Euro-PC hingegen 100 bis 120 Watt», erläutert Schmelzle. Da sie weniger leistungsstark sind als moderne PCs, erfüllen Nettop-Rechner vor allem einfache Aufgaben: Dazu gehören die Textverarbeitung, das Archivieren von Daten oder das Surfen im Internet, erklärt Jörg Wissing, Produktmanager beim Hersteller Asus in Ratingen. Anwender, die eine höhere Leistung für aufwendige Office-Software, Kalkulationen und 3D- oder Grafikapplikationen benötigen, seien mit einem klassischen Desktop-PC besser beraten. Auch passionierte Spieler und Fotoliebhaber werden an den Nettops keine Freude haben. Die Geräte eigneten sich kaum für 3D-Computerspiele oder bessere Fotobearbeitungssoftware, sagt Windeck. Mit hochauflösenden Videos im Internet haben die Nettops ebenfalls Probleme: «Die Wiedergabe ruckelt, HD-Video von Blu-Ray Discs funktioniert meistens gar nicht.» Wer mehr 3D-Leistung möchte, greift am besten zu Nettops mit Nvidia-Ion-Chipsatz. Wer nicht viel Geld für seine Surfstation ausgeben will oder einen sparsamen Rechner sucht, sollte sich die Nettop-PCs ruhig anschauen. Neben dem ansprechenden Preis gebe darüber hinaus die Optik den entscheidenden Ausschlag, ergänzt Wissing. Denn der Nettop spart nicht nur Strom - er sieht dabei auch noch gut aus.
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