IT-News World - tägliche PC-, Internet- und IT-NewsIT-News World:   Home | Hier werben | Impressum |
 

 
 

Anzeige 
 
Startseite Aktuelles Berichte Tipps Spiele Surftipp Netzwelt News-Archiv
 
 
IT-News World » Berichte » Entwickler schicken Firefox auf die «Überholspur»

Berichte

Entwickler schicken Firefox auf die «Überholspur»

Bewertung:
Entwickler schicken Firefox auf die «Überholspur» IT-News-World.de 0 5 1
Firefox
Viel Konkurrenz: Neben Mozilla Firefox gibt es mehrere andere Browser. (Bild: dpa)

am 01.07.2009 | Von Renate Grimming, dpa

Hamburg (dpa) - Sie sehen sich auf der Überholspur: Der neue Firefox 3.5 ist der schnellste Browser, den sie jemals programmiert haben, sagen die Entwickler der Mozilla Foundation vollmundig zum Start der neuen Version.

Mehr als 5000 Neuerungen und zusätzliche Funktionen haben sie aufgenommen, der Browser soll mehr als doppelt so schnell sein wie der Vorgänger. Doch nach mehr als einjähriger Entwicklerzeit muss sich Firefox in einem deutlich härteren Umfeld gegen wachsende Konkurrenz behaupten. Auch Microsoft war zum Start seines Internet Explorer 8 (IE8) im vergangenen März mit einem deutlich beschleunigten Browser angetreten.

In der Branche ist die in der Nacht zu Mittwoch (1.7.) freigeschaltete Version Firefox 3.5 nach ersten Erfahrungen weitgehend wohlwollend aufgenommen worden - enthusiastische Reaktionen blieben allerdings aus. Die meisten der rund 5000 Neuerungen dürften die Nutzer auch erst mit dem zweiten Blick wahrnehmen. Man habe aber stets ein Ohr für die Anwender gehabt und Vorschläge und Wünsche bei der Programmierung berücksichtigt, hieß es. Mit dem neu integrierten «Private Modus», einer Funktion, mit der Nutzer zum Beispiel auf öffentlichen Rechnern surfen können, ohne Spuren zu hinterlassen, schließt Firefox in der neuen Version allerdings zu anderen Browsern wie Apples Safari, Googles Chrome oder Microsofts IE8 nur auf.

Viele kleine Funktionen dürften aber die Navigation durchs Netz erleichtern. Und das neue standortbezogene Surfen könnte die lokale Suche künftig erheblich vereinfachen. Auf Seiten, die die neue Funktion unterstützen, kann der Nutzer seine aktuelle Position übermitteln und erhält auf seine unmittelbare Umgebung zugeschnittene Suchergebnisse. Durch die Unterstützung des neuen, frei verfügbaren Video-Codecs Ogg Theora können künftig Videos anders als auf der Basis von Flash ohne Mediaplayer direkt von auf der Website abgespielt werden.

Vor rund fünf Jahren waren die Entwickler der Mozilla Foundation erstmals mit ihrem auf der Basis offener Software programmierten Firefox gegen den damals noch übermächtigen Marktführer Microsoft angetreten. Seither ringt Firefox dem Internet Explorer kontinuierlich Marktanteile ab. Doch auch der Markt hat sich inzwischen radikal verändert. Zuletzt sorgte auch der Suchmaschinenbetreiber Google mit dem eigenen Browser «Chrome» für verschärfte Konkurrenz. Der norwegische Browser-Hersteller Opera will mit einer neuen Entwicklung sogar die Navigation im Netz komplett revolutionieren.

Nach wie vor allerdings führt Microsofts Internet Explorer den Markt mit weitem Abstand an. Von einst mehr als 90 Prozent sind dem Softwarekonzern aus Redmond jedoch zuletzt weltweit nur noch 66 Prozent geblieben. In Deutschland bietet Firefox am erfolgreichsten dem Marktführer Paroli. Nach Berechnungen der Marktforschung Fittkau & Mass könnte der Open-Source-Browser mit jetzt bereits 40 Prozent Marktanteil den IE8 schon bald komplett abhängen.

Gegenwind erhält Microsoft aber auch von den Wettbewerbshütern der EU-Kommission, die die Verknüpfung des Microsoft-Browsers mit dem Windows-Betriebssystem als wettbewerbswidriges Verhalten ansehen. In den 90er Jahren hatte Microsoft schon einmal sehr erfolgreich mit unlauteren Mitteln den sogenannten Browserkrieg für sich entschieden und den damaligen Marktführer Netscape komplett aus dem Markt gedrängt.

Unter dem Druck der EU-Wettbewerbsbehörde hatte Microsoft für den zum Oktober geplanten Marktstart seines neuen Betriebssystems Windows 7 vor wenigen Wochen ein Einlenken signalisiert. Zumindest in Europa will Microsoft den Nachfolger von Windows Vista ohne den Internet Explorer anbieten. In einer Stellungnahme erklärte die Kommission daraufhin, dass eine solche Verkaufspolitik nicht gerade das Ziel gewesen sei. Den Wettbewerbshütern sei daran gelegen, dem Konsumenten mehr Auswahl zu liefern und nicht, dass Windows ganz ohne Browser ausgeliefert wird, hieß es.

Der Browser-Hersteller Opera hatte vor rund einem halbem Jahr mit seiner Klage in Brüssel die Untersuchungen der EU-Wettbewerbshüter gegen Microsoft angeschoben, bei denen dem Redmonder Softwarekonzern erneut ein hohes Strafgeld droht. Opera kritisiert vor allem die Koppelung des IE mit den Windows-Betriebssystem und sieht darin eine eindeutige Behinderung für die Wettbewerber. Inzwischen haben sich auch Google und die Mozilla Foundation der Klage angeschlossen.

IT-News als RSS-Feed lesen

« vorheriger Artikel
Alltagsprobleme mit Videos auf Youtube & Co. lösen
nächster Artikel »
Worauf Jogger beim MP3-Player achten sollten

Weitere News aus Berichte

Online-Netzwerke: Im langen Schatten von Facebook

09.02.2012 | Von Christof Kerkmann, dpa | Berlin (dpa) - Alle reden über Facebook - aber was ist eigentlich mit StudiVZ oder Wer-kennt-wen? Die deutschen Online-Netzwerke suchen sich Nischen, um gegen den schier übermächtigen Konkurrenten zu bestehen. Ihre Zukunft ist allerdings ungewiss.  .  Weiter lesen ...

Duales System: Ein Smartphone beruflich und privat nutzen

09.02.2012 | Von Dirk Averesch, dpa | Berlin (dpa/tmn) - Eins für die Arbeit, eins privat: Viele schleppen sich mit zwei Handys herum und sind genervt. Dabei gibt es Lösungen, wie das Firmengerät sicher privat genutzt werden kann - und umgekehrt.  .  Weiter lesen ...

Duales System: Ein Smartphone beruflich und privat nutzen

09.02.2012 | Von Dirk Averesch, dpa | Berlin (dpa/tmn) - Eins für die Arbeit, eins privat: Viele schleppen sich mit zwei Handys herum und sind genervt. Dabei gibt es Lösungen, wie das Firmengerät sicher privat genutzt werden kann - und umgekehrt.  .  Weiter lesen ...

Von A bis Z: Diese Software-Basics gibt es gratis

08.02.2012 | Von Dirk Averesch, dpa | Berlin (dpa/tmn) - Fürs Ultrabook das letzte Ersparte zusammengekratzt? Einen Kleinkredit für den Gaming-PC aufgenommen? - Dann ist für Software kein Geld mehr übrig. Macht aber nichts. Denn gute Programme müssen nichts kosten. Hier sind sie im Überblick:  .  Weiter lesen ...

Gaming mit alten Rechnern: Hilfreiche Handgriffe

07.02.2012 | Von Tobias Hanraths, dpa | Berlin/Dresden (dpa/tmn) - Fantasieländer, Dschungel oder der Weltraum: Ein Gaming-PC mit Top-Ausstattung ist für seinen Besitzer das Ticket zu Reisen in aufregende Welten. Für Besitzer älterer Rechner sind solche Trips nicht ganz so leicht - aber auch nicht unmöglich.  .  Weiter lesen ...

Weitere News aus dem Bereich Berichte »

 

Xbox 360 / Die Xbox 360 (hinten) wird schlanker und bekommt eine größere Festplatte. Zudem bringt Microsoft bald die Gestensteuerung Kinect (vorne) auf den Markt. (Bild: Microsoft)
 
     
 

Anzeige