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Software zur Vereinsverwaltung

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«WISO Mein Verein 2010»
Die Finanzen im Griff: Programme wie «WISO Mein Verein 2010» helfen Vereinsvorständen etwa beim Erstellen von Rechnungen. (Bild: Buhl Data/dpa/tmn)

am 01.07.2009 | Von Cordula Dernbach, dpa

Hamburg (dpa/tmn) - Ganz egal ob Blasmusiker oder Bungee-Springer, Kart-Fahrer oder Kleintierzüchter: In Deutschland gibt es kaum etwas, für das es keinen Verein gibt.

Aber in einem Verein organisiert zu sein, das bedeutet wohl oder übel auch Organisationsarbeit - schließlich soll in Deutschland alles seine Ordnung haben, und da bildet auch die Freizeitgestaltung keine Ausnahme. Software soll dafür sorgen, dass das Verwalten zumindest etwas leichter von der Hand geht.

Bis zu 300 Mitglieder dürfen Vereine haben, deren Vorstände das Programm «QuickVerein Plus 2010» von Lexware nutzen wollen. Bei der Installation wird nach Vorgängerversionen der Software gesucht, aus denen bestehende Datensätze, die etwa mit Hilfe von Microsofts Excel erstellt wurden, übernommen werden können. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Verwalten der Mitgliedsbeiträge.

Interessant für Vorstände könnte die in die Software integrierte Online-Bibliothek sein. Darin sind zahlreiche rechtssichere Tipps für die Vereinsführung zu finden. Außerdem enthält das Programm rund 200 Arbeitshilfen wie Checklisten, Verträge, Formulare, aber auch Reden und Musterschreiben. Das Programm wird in den kommenden Wochen zum Preis von etwa 98 Euro erscheinen. Jährliche Updates sollen rund 78 Euro kosten.

«GS-Verein 2009» heißt ein bei Sage erschienenes Programm. Damit lassen sich Adressdatensätze von Clubmitgliedern nicht nur aus Excel, sondern auch aus dem Mailprogramm Outlook übernehmen. Die Software ist mit einem Preis von 129 Euro zwar nicht gerade billig, sie bietet aber einige praktische Funktionen. So können «Chefs» von Vereinen, die ihren Mitgliedern Dinge wie etwa Musikinstrumente ausleihen, eine Inventarverwaltung führen und so die Ausleihe und die ordnungsgemäße Rückgabe überwachen.

Darüber hinaus hat zum Beispiel die Textverwaltung des Programms eine Funktion, die Dokumente in PDFs umwandelt. Briefe kann der Anwender mit Hilfe der integrierten Software «Stampit» der Deutschen Post frankieren. Die Vollversion von «GS-Verein 2009» kostet 89, das Upgrade auf die nächste Version 69 Euro. Zudem gibt es für 129 Euro eine Premium-Version. Sie enthält unter anderem Fernwartung durch Sage-Mitarbeiter bei Problemen und Online-Schulungen.

Das Programm «WISO Mein Verein 2010» von Buhl Data soll insbesondere das gemeinsame Arbeiten im Vorstand erleichtern. Über die im Vergleich zur Vorgängerversion neue Funktion «Teamwork» können mehrere Kollegen ortsunabhängig auf ein und dieselbe Datenbank zugreifen. Möglich macht das die Tatsache, dass die Daten auf einem Server des Anbieters zentral gespeichert werden. Zur Absicherung gegen Datendiebe läuft die Übertragung dorthin verschlüsselt ab.

Mit Hilfe des sehr übersichtlich gestalteten Programms lassen sich neben detaillierten Mitgliederstatistiken etwa auch Rechnungen für Leistungen aus dem Verkauf oder der Vermietung von Gegenständen erstellen, die dem Verein gehören. Das Programm wird knapp 70 Euro kosten - ein umfangreiches Handbuch inklusive.

Die auf die Bedürfnisse von Feuerwehren zugeschnittene Software «FireOffice» gibt es im Netz unter «fireoffice.de» als Download. Die Verantwortlichen von Feuerwehren haben zwar Dinge zu erledigen, um die sich jeder andere Vereinsvorsitzende auch kümmern muss. Bei ihnen kommt aber der öffentlich-rechtliche Bereich hinzu, der meist der Stadt oder Gemeinde untersteht. Entsprechend lohnt sich die Nutzung einer speziellen Software.

Mit dem auf den ersten Blick ein wenig unübersichtlich wirkenden Programm lassen sich neben dem Verwalten der Mitglieder auch sämtliche Ausrüstungsgegenstände der Wehr und absolvierte Lehrgänge erfassen. Zudem können Träger von Atemschutzgeräten überwacht und die Einsatzberichterstattung dokumentiert werden.

An der Entwicklung von «FireOffice» aus dem Hause Rompel IT-Technology haben Feuerwehrleute mitgewirkt. In der billigsten Variante kostet das Programm 109 Euro. Dafür muss der Nutzer aber ein Werbebanner des Anbieters gut sichtbar auf der Webseite seiner Wehr platzieren. Wer das nicht möchte, muss rund 150 Euro berappen. Dafür ist die Lizenz unbeschränkt lange gültig, und Updates gibt es gratis dazu. Wer Hilfe braucht, kann eine Servicehotline nutzen, die jedoch nur eine Stunde am Tag zur Verfügung steht.

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