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Internet bei Jüngeren wichtigste Politik-Quelle

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Onlinedienste
Ein Mann surft auf der Flickr-Seite und betrachtet Fotos von Demonstrationen im Iran. Für Jüngere ist das Web führenden Informationsquelle für politische Themen. (Bild: dpa)

am 25.06.2009

Berlin (dpa) - Das Internet wird auch in Deutschland immer mehr zur führenden Informationsquelle für politische Themen und Inhalte. Laut einer Untersuchung hat das Netz unter Jungwählern und politisch interessierten Jugendlichen die klassischen Medien Zeitung und Fernsehen bereits überholt.

Mehr als 60 Prozent der unter 30-Jährigen informieren sich «häufig» oder «sehr «häufig» per Internet über politische Vorgänge, ergab die in Berlin vorgestellte Befragung im Auftrag von Google Deutschland. Gut jeder Dritte (36 Prozent) gibt danach das Internet als wichtigste politische Informationsquelle an - vor Fernsehen (34 Prozent) und Zeitungen (23 Prozent).

Laut der Erhebung, die von der Hochschule für Management und Kommunikation in Potsdam durchgeführt wurde, greifen nur 48 Prozent dieser Altersgruppe regelmäßig zu einer Zeitung. Anders als die Generation der über 60-Jährigen bringen die Jüngeren den Quellen im Internet ebenso viel Vertrauen entgegen wie den etablierten Print- Formaten, ergab die Umfrage. Für die Erhebung wurden 1159 Personen im Februar 2009 telefonisch befragt.

Vor allem für jüngere Zielgruppen werden auch Online-Videoangebote immer wichtiger. Fast jeder dritte Nutzer (31 Prozent) schaut sich demnach auch politische Inhalte bei den entsprechenden Angeboten an. Knapp 60 Prozent davon greifen der Erhebung zufolge meist zurück auf die Plattform YouTube, die von Google 2006 gekauft wurde.

Nach der erfolgreichen Internet-Nutzung im US-Wahlkampf vor allem durch den jetzigen Präsidenten Barack Obama haben auch deutsche Parteien und Medien ihre Aktivitäten in diesem Bereich deutlich ausgebaut. ARD und ZDF sind inzwischen mit eigenen Kanälen vertreten. Dazu gehören auch Politikformate wie «Maybrit Illner» und der kürzlich von ZDF und YouTube eröffnete «Open-Reichstag»-Kanal. Auch soziale Netzwerke wie StudiVZ engagieren sich im Bundestagswahlkampf. Dazu gehören Politiker-Charts mit Abstimmungen und Umfragen zu aktuellen Themen sowie einer Kampagne, in der zur Teilnahme an der Bundestagswahl am 27. September aufgerufen wird.

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