Behörde bietet Formular gegen Google-Aufnahmen
Behörde bietet Formular gegen Google-Aufnahmen
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Für das Projekt «Street View» fotografiert ein Wagen des Internet-Unternehmens Google mit einer Spezialkamera Straßen in Kiel. (Bild: dpa)
am 12.06.2009
Halle (dpa) - Das Landesverwaltungsamt unterstützt die Sachsen-Anhalter beim Widerspruch gegen die datenschutzrechtlich umstrittenen Kamerafahrten des Internetdienstes Google Street View. Google nimmt dabei Straßenpanoramen auf.
Das Bild des eigenen Grundstücks, das man möglicherweise nicht preisgeben wollte, könne auf der Internetseite weltweit gesehen werden, teilte die Behörde in Halle mit. Auch sei nicht auszuschließen, dass Menschen in kompromittierenden Situationen aufgenommen werden. Jeder, der sein Grundstück und sich nicht in Google Street View sehen möchte, könne mittels eines im Internet zur Verfügung gestellten Formulars widersprechen. Es kann unter «landesverwaltungsamt.sachsen-anhalt.de» abgerufen werden.
Für das Datenmaterial von Google Street View fahren Autos im Auftrag des Internet-Konzerns mit Rundum-Kameras durch die Stadt, um die Straßenzüge zu erfassen und anschließend ins Netz zu stellen. Solche Einsätze gebe es nun auch in Halle, Magdeburg und Dessau, berichtete das Landesverwaltungsamt. Anderswo in Deutschland waren die Kameras schon 2008 gesichtet worden.
Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar will mit rechtlichen Schritten gegen die Kamerafahrten vorgehen. Er ist bundesweit für die datenschutzrechtliche Bewertung der Google-Dienste zuständig. Kritikpunkt ist, dass personenbezogene Daten wie Wohnverhältnisse ohne Einwilligung der Betroffenen veröffentlicht werden.
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