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ZDF startet Internet-Wahlplattform auf YouTube

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ZDF startet Internet-Wahlplattform auf YouTube IT-News-World.de 0 5 1
«youtube.de/openreichstag»
Auf dem YouTube-Kanal des ZDF können Bürger und Politiker mit Beiträgen selbst zu Wort kommen. (Bild: «youtube.de/openreichstag»)

am 04.06.2009

Berlin (dpa) - Das ZDF ist im Bundestagswahlkampf auch auf der Online-Videoplattform YouTube präsent. Die TV-Beiträge sollen von diesem Sonntag (7. Juni) an auf einen eigenen YouTube-Kanal gestellt werden.

Dort können Bürger und Politiker auch mit ihren Beiträgen selber zu Wort kommen. Unter der Internet-Adresse «youtube.de/openreichstag» wolle der Sender das Interesse für Politik vor allem bei jungen Bürger fördern, sagt ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender. Für 60 Prozent der Erstwähler sei das Netz die erste Informationsquelle. «Es wäre fahrlässig, wenn wir das nicht nutzen würden.»

Nach dem Vorbild des letzten US-Wahlkampfs könnten nun auch in Deutschland Bürger im Internet ihrer Videobeiträge hochladen und sich mit Fragen und Meinungen an der öffentlichen Debatte beteiligen. Mit einer «Frage der Woche» sollen sich auch Politiker direkt an die Wähler wenden. Den Auftakt an diesem Sonntag macht der Grüne Jürgen Trittin. Er fragt, was mit dem radioaktiven Müll in Deutschland geschehen soll.

Vom 19. Juli an sollen Prominente politische Thesen zur Diskussion stellen, die YouTube-Nutzer per Video-Antwort ihre Meinung dazu äußern. Elf Tage vor der Bundestagswahl am 27. September sollen die Höhepunkte der Debatten zwischen Politikern und Wählern auf dem YoutTube-Kanal gebündelt werden.

Mit 14 Millionen Nutzern ist YouTube nach eigenen Angaben Deutschlands populärstes Videoportal. Mit dem ZDF-Projekt könne die Plattform für den Austausch zwischen Bürgern und Politikern genutzt werden, sagte Philipp Schindler, Vizepräsident für Nord- und Zentraleuropa der YouTube-Muttergesellschaft Google. YouTube ist dabei der technische Partner, die redaktionelle Verantwortung liegt beim ZDF.

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