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Das Maximum herausholen: Tipps für Netbook-Nutzer

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Netbook-Nutzer
Mehr Ausdauer: Damit das Netbook nicht ständig an die Steckdose muss, stattet der Nutzer es am besten mit einem Sechs-Zellen-Akku aus. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

am 02.06.2009 | Von Sven Appel, dpa

Ahrensburg/Bielefeld (dpa/tmn) - Das Display ist klein, und die Rechenleistung entspricht der eines älteren PCs. Doch weil sie sich bestens für den mobilen Einsatz eignen - sei es auf dem Sofa oder im Zug -, sind Netbooks derzeit der Renner.

Aber mit den preisgünstigen Mininotebooks ist es nicht anders als mit Desktop-Rechnern oder herkömmlichen Notebooks: Kaum sind sie gekauft, überlegen viele Anwender schon, wie sie noch etwas mehr aus den Geräten herausholen können. Und in der Tat lässt sich mit Netbooks einiges machen - auch ohne etwas an der Hardware zu verändern.

Viele der Geräte sind mit Drei-Zellen-Akkus ausgestattet, die in der Regel eine Steckdosen-unabhängige Laufzeit von maximal drei Stunden bringen. Beim Sechs-Zellen-Akku verdoppelt sich die Laufzeit. Für wirkliche lange Zugfahrten etwa reicht die Ladung aber auch damit nicht - also ist Stromsparen angesagt: «Um eine möglichst lange Laufzeit zu erreichen, kann der Anwender die Beleuchtung des Displays manuell an die Umgebungshelligkeit anpassen», erklärt Robert Perenz, Produktmanager für Netbooks beim Hersteller Acer.

Bei vielen Modellen geht das mit einer bestimmten Tastenkombination wie «Strg/F5». Es genügt oft schon, die Helligkeit um zwei oder drei Stufen nach unten zu setzen, um die Akku-Laufzeit merklich zu verlängern. Dazu muss man wissen, dass die Helligkeit ab Werk oft auf das Maximum gesetzt ist, was gar nicht notwendig wäre. Und so merkt der Nutzer schon nach kurzer Zeit nicht mehr, dass die Helligkeit verringert wurde.

Für WLAN gilt, wenn es gerade nicht benötigt wird: abschalten! Das ist bei den meisten Netbooks mit der Kombination «Strg/F11» blitzschnell erledigt. Genauso rasch lässt sich die Funkverbindung wieder aktivieren. Das gilt auch für Bluetooth. Sowohl dieses als auch WLAN verbrauchen nicht nur viel Energie: Beide bilden eine potenzielle Angriffsfläche für Hackerangriffe.

Ohne Mühe lässt sich im Prinzip auch die Spannung des Prozessors und somit sein Strombedarf herunterregeln. Doch das würde auf Kosten der Leistungsfähigkeit geschehen. «Und das ist bei Netbooks, die ohnehin nicht die größte Leistung bringen, nicht besonders sinnvoll», sagt Fabian Schusdziara von der Zeitschrift «PC Praxis».

Vor allem etwas ältere Netbooks haben oft eher wenig Speicher. Schusdziara empfiehlt in solchen Fällen sogenannte portable Apps: Anwendungsprogramme, die sich sowohl von einem USB-Stick als auch von der Festplatte starten lassen - und zwar ohne vorherige Installation: «Da bleibt die Registry schön sauber.»

Manche für den PC programmierte Software lässt sich für den Netbook-Einsatz optimieren - zum Beispiel der Firefox. Mit dem Zusatzprogramm (Add-on) «Littlefox for Firefox» wird der Browser automatisch so umgestaltet, dass möglichst viel Fläche des Displays genutzt wird. Und die ist ohnehin klein - da muss nicht auch noch ein Drittel mit Werbung zugekleistert sein, wenn es ins Internet geht. Deshalb empfiehlt es sich, mit einem weiteren Firefox-Add-on namens «Adblock» die «Kaufinformationen» zu unterdrücken.

Christoph Prevezanos, Autor von «Das Netbook-Buch», rät Anwendern erstmal «zur Abrüstung». «Überflüssige Programme deinstallieren», lautet die Devise: Die Software mit dem Link zum Online-Blumen-Höker dürfte die meisten Nutzer so wenig interessieren wie eine welke Tulpe am Straßenrand.

Um den Speicherplatz des Netbooks nicht unnötig zu strapazieren und bei UMTS-Nutzung die Kosten für die Datenübertragung nicht in die Höhe zu treiben, ist der Zugriff auf E-Mail-Konten per IMAP sinnvoll. Anders als beim Übertragungsprotokoll POP3 werden dabei nicht automatisch alle E-Mails vom Server heruntergeladen, sondern erstmal nur die Betreffzeilen angezeigt.

Ein kleines Netbook kann schnell verlorengehen. In einem solchen Ernstfall ist es gut, wenn sich nicht jeder die Daten auf dem Rechner ansehen kann. Eine Verschlüsselung ist daher sinnvoll. Kostenlos erhältlich ist zum Beispiel TrueCrypt. Mit dem Open-Source-Programm lassen sich einzelne Dateien oder auch die gesamte Festplatte verschlüsseln.

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