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BerichteAlternative PDF-Programme: Es muss nicht Adobe sein
![]() Zum Weitergeben digitaler Dokumente bietet sich das PDF-Format an. Es garantiert, dass das Dokument beim Empfänger genau so aussieht, wie beim Ersteller. (Bild: dpa/tmn) am 19.05.2009 | Von Berti Kolbow, dpa Berlin (dpa/tmn) - Fummeln verboten: PDF ist das bevorzugte Dateikleid für Dokumente, die von jedem betrachtet werden können, die aber niemand mehr verändern soll. Ob Bedienungsanleitungen, eBooks oder Bewerbungsunterlagen. Dateien im Portable Document Format (PDF) stellen Texte und Grafiken einheitlich auf jedem Computer dar. Weil das Format von Adobe Systems entwickelt wurde, hat sich die Software des Anbieters als Standard etabliert, doch es gibt empfehlenswerte Alternativen. Der Platzhirsch «Adobe Reader» ist beim Einbetten neuer Funktionen stets einen Schritt voraus. Doch seine Lesesoftware steht im Ruf, die Ressourcen des Rechners unnötig zu belasten und relativ langsam zu starten. Adobe hat daran in den jüngeren Versionen gefeilt. Dennoch holt die Konkurrenz auf. Zum ernstzunehmenden Nebenbuhler hat sich das in der Basisversion kostenlose «Foxit Reader» gemausert. Er benötigt weniger Festplatten- sowie Arbeitsspeicher und öffnet Dokumente sehr fix. Wie Adobes Vorbild kann das Programm inzwischen in PDF-Dateien integrierte Multimedia-Inhalte wie Videos oder Animationen darstellen. Noch als Geheimtipp gilt die Freeware «PDF-XChange Viewer». Sie sticht vor allem durch Bearbeitungsfunktionen hervor, die sonst eher bei kostenpflichtiger Software zu finden ist. So lässt sie Kommentare, Notizen und Markierungen direkt im Dokument zu. PDF-Dateien anschauen ist eine Sache, selbst welche erzeugen und bearbeiten eine andere. Adobe hat dafür das Programm «Acrobat», das sich mit Preisen von rund 400 Euro aufwärts an professionelle Anwender richtet. Nutzer mit kleinerem Geldbeutel und Anspruch finden aber auch dazu Alternativen. Bei Apple- und Linux-Betriebssystemen sind regulär PDF-Generatoren an Bord, bei Windows nicht. Für Microsofts Office 2007 gibt es aber ein Add-on, das den PDF-Export nachrüstet. Die Textverarbeitung der freien Bürosoftware OpenOffice kann PDF-Dokumente ohne zusätzliche Software erzeugen. In anderen Windows-Anwendungen können beispielsweise mit Hilfe der freien Software «PDFCreator» über die Druckfunktion PDFs erstellt werden, erklärt Hannes Hauswedell von der Free Software Foundation Europe (FSFE) in Berlin. Sie setzt sich für Programme ein, die jedermann weiterentwickeln kann, und hat eine Initiative für freie PDF-Betrachter gestartet. PDF-Dateien nachträglich zu bearbeiten, wenn die Vorlage nicht mehr verfügbar ist, erlaubt zum Beispiel die Erweiterung «Sun PDF Import Extension». Der Optionsumfang ist jedoch begrenzt. Wer PDFs flexibler gestalten möchte, greift am besten zu einer kostenpflichtigen Software. Der «Adobe Acrobat» wird für die meisten Privatanwender überdimensioniert sein. «Gut» bis «befriedigend» getestete Programme sind beispielsweise «PDF Professionell 4» für rund 70 Euro von Data Becker oder «PDF Experte 6 Professionell» von Avanquest für 40 Euro. Letzteres unterstützt weniger PDF-Standards und keine Multimedia-Inhalte. Dafür ermöglicht es zum Beispiel eine Rückumwandlung von PDF- in Word-Dateien. Links
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