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PC als Sternwarte: Websites zum Jahr der Astronomie

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Computer als Sternwarte
Reiche Auswahl für Sternenkundler: Hobby-Astronomen finden im Netz viele Webseiten, in deren Mittelpunkt Himmelsphänomene stehen. (Bild: Wenda/dpa/tmn)

am 06.05.2009 | Von Juliane Mroz, dpa

Hamburg (dpa/tmn) - Vor 400 Jahren blickte Galileo Galilei erstmals per Fernrohr in den Himmel, Johannes Kepler veröffentlichte seine «Astronomia Nova», in der er als erster die Planetenbahnen korrekt beschrieb. Das feiert die Wissenschaftsgemeinde.

Die Unesco hat 2009 zum Internationalen Jahr der Astronomie erklärt. Sternenkundler von heute können sich im Gegensatz zu Galileo und Kepler online informieren: Nicht nur auf www.astronomy2009.de, der deutschen Seite zum Astronomiejahr, gibt es jede Menge Material.

Der Hersteller der Planetariums-Software Redshift bietet unter www.redshift-live.com eine kostenlose Einsteigerversion an. Wer sie installiert, kann sich von anderen Nutzern erstellte Himmelsführungen ansehen und dabei etwa Neptun und seine Monde betrachten.

Nutzer erfahren aber auch, dass Galilei den Saturn als «Planet mit Ohren» bezeichnete und seit wann die Venus Wasser verliert. Unter dem Stichwort «Kosmos Himmelsjahr» werden astronomische Ereignisse angekündigt, und es gibt Tipps zum Fotografieren von Planeten und Sternen. Im Forum tauschen sich Nutzer über Himmelsbeobachtungen aus.

Gut besucht ist auch das Forum von www.astronomie.de. Wer tief in die Materie eintauchen will, findet dort viele Artikeln über Sterne, Galaxien, Kometen oder Schwarze Löcher. Unter «Astropraxis» gibt es für jede Jahreszeit eine Sternentour zum Nachbeobachten.

Nachrichten aus der Welt der Sternenkunde gibt es auch unter www.online-astronomie.de. Dort ist etwa nachzulesen, was Forscher sich ausdenken, um die Erde künftig vor Asteroiden zu schützen. Wer will, kann sich an Umfragen beteiligen («Soll Pluto wieder ein Planet sein?»).

Sternbeobachtungstipps und -berichte bietet die Vereinigung der Sternenfreunde (VDS) unter www.vds-astro.de an. Es gibt Texte für Einsteiger («Woher kommen Tag und Nacht?») und Berichte aus Fachgruppen wie «Dark Sky» - Mitglieder des Vereins, die sich gegen überflüssige Beleuchtung einsetzen. Eine Fachgruppe beschäftigt sich mit Astrofotografie, eine andere hat Infos zur Computerastronomie.

Die VDS betreibt eine Sternwarte in Kirchheim bei Erfurt. Wem das zu weit vom eigenen Wohnort ist, der findet beim Rat Deutscher Sternwarten unter www.rat-deutscher-sternwarten.de eine Liste solcher Einrichtungen in der Bundesrepublik.

In einer Sternwarte ist der Blick durchs Teleskop nur bei klarem Wetter möglich. Dagegen kann man den Sternenhimmels im Planetarium jederzeit genießen - dort wird sein Abbild von innen in die Kuppel projiziert. Einen Überblick über Planetarien in Deutschland und Europa gibt es unter www.planetariumsclub.de.

Manche Himmelsobjekte sind mit bloßem Auge zu erkennen - neben Sonne, Mond, einigen Planeten und vielen Sternen die Raumstation ISS. Sie umrundet die Erde etwa alle eineinhalb Stunden. Mit Hilfe der englischsprachigen Seite www.heavens-above.com können Internetnutzer herausfinden, wann die ISS und viele andere Himmelsobjekte von einem bestimmten Punkt aus zu sehen sind.

Nachdem das ISS-Besatzungsmitglied Heidemarie Stefanyshyn-Piper im November 2008 eine Werkzeugtasche verloren hat, wird auch deren Umlaufbahn bei Heavens-Above dokumentiert. Mit Hilfe eines starken Fernglases lässt sich die Tasche beobachten - bis sie irgendwann in die Erdatmosphäre eintritt und dabei verglüht.

Einen faszinierenden Blick in den Himmel bieten auch verschiedene Websites mit Sternenkarten. In der Browserversion von Google Sky können Sternengucker sich zum Beispiel die Positionen der Planeten unseres Sonnensystems zeigen lassen. Das Hubble-Schaufenster zeigt eine Reihe spektakulärer Aufnahmen von Himmelsobjekten. Beim Klick auf die Vorschaubilder werden die Objekte in ihrer Position angezeigt; dazu gibt es eine kurze Erklärung.

Wie der Sternenhimmel über São Paolo, Rom oder Berlin gerade aussieht, zeigt die Sternenkarte Astroviewer einfach und anschaulich. Das Online-Tool zeigt außerdem an, wie die vier inneren Planeten unseres Sonnensystems sich bewegen und welche Planeten wann von der Erde aus sichtbar sind.

Die Weltraumagenturen ESA und NASA selbst stellen ebenfalls umfangreiche Informationen, Fotos und Videos zur Verfügung. Bei der NASA lässt sich beispielsweise auf einer interaktiven Tour die Mission der Cassini-Sonde nachverfolgen.

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