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Streit um Street View: Google besänftigt Datenschützer

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Street View
Auch in den Niederlanden, hier Amsterdam, war Google mit speziellen Kameras für die digitalen Straßenansichten in «Street View» unterwegs. (Bild: dpa)

am 27.04.2009

Hamburg (dpa) - Mit Zugeständnissen an den Datenschutz will Google den Weg für seine digitale Straßenansicht Street View freimachen. Nutzer aus Deutschland sollen vor der Veröffentlichung der Bilder Einspruch einlegen können, erklärte der Internetkonzern in Hamburg.

Datenschützer signalisierten Zustimmung. Street View ist ein Teil des Kartendienstes Google Maps, über den Nutzer Panoramabilder von Straßenzügen ansehen können. Die Funktion ist in Deutschland noch nicht verfügbar, soll aber nach der Einigung «zeitnah» starten - nach einem Bericht des Magazins «Focus» noch in diesem Jahr.

Deutsche Datenschützer sehen Street View kritisch, da «persönliche Lebensumstände» ausgeleuchtet würden. Sie forderten bis dato, dass Google Bürgern bereits vor der Aufnahme von Bildern eine Chance zum Widerspruch einräumen müsse. Nun geben sich die Datenschützer der Bundesländer mit einem Veto vor einer Veröffentlichung zufrieden. «Ich habe den Eindruck, dass Google auf einem guten Weg ist», sagte Helga Naujok von der zuständigen Hamburger Datenschutzbehörde. Vor einer endgültigen Beurteilung müsse man die technische Ausgestaltung abwarten. «Wir sind noch im Gespräch.»

Wie der Einspruch im Detail erfolgen soll, sagte Google noch nicht. Man werde spezielle «Datenschutz-Tools» entwickeln, sagte der Datenschutzbeauftragte des Unternehmens, Peter Fleischer, laut «Focus».

Die Gesichter zufällig fotografierter Personen werden nach Angaben von Google automatisch unkenntlich gemacht, ebenso Kennzeichen von Autos. Nutzer können das Unternehmen außerdem über ein Online-Formular zur Löschung von Bildern auffordern. Der Anteil solcher Anfragen liegt laut Google-Sprecher Stefan Keuchel in den Ländern, von denen Street-View-Aufnahmen bereits verfügbar sind, im Promille- Bereich.

Google lässt Autos mit speziellen Kameras auf dem Dach durch die Städte fahren, um die Straßen zu fotografieren. Die einzelnen Bilder werden mit Informationen über den Standort versehen und anschließend zu einer Gesamtansicht zusammengestellt. In Deutschland hat sich in mehreren Orten Widerstand gegen die flächendeckenden Aufnahmen geregt.

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