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Pimp my Bürosoftware: OpenOffice aufpeppen

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OpenOffice
Die ohnehin schon umfangreiche Gratis-Bürosoftware OpenOffice lässt sich mit Hilfe von «Extensions» noch komfortabler machen. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

am 14.04.2009 | Von Berti Kolbow, dpa

Kaufbeuren (dpa/tmn) - Die Gratis-Bürosoftware OpenOffice bietet schon in der Grundausstattung viel. Und dennoch reicht das etlichen Nutzern nicht. Mit vielen, meist umsonst erhältlichen Erweiterungen - Extensions genannt - können sie die Basisversion aufpeppen.

Von Webbrowsern wie Firefox und Opera sind Anwender es gewohnt, weitere Fähigkeiten durch Extraprogramme zu integrieren. Wie bei OpenOffice handelt es sich um freie Software, für die enthusiastische Entwickler regelmäßig neue Helferlein veröffentlichen.

«Das Spektrum der Extensions reicht von Detailverbesserungen bis hin zu umfangreichen Ergänzungen», so Florian Effenberger, Sprecher des Projekts OpenOffice.org in Kaufbeuren. Die zentrale, englische Anlaufstelle unter «extensions.services.openoffice.org» zählt rund 300 Erweiterungen. Dort sind aber nicht alle verzeichnet. Effenberger geht von Hunderten weiteren Zusatzprogrammen aus.

Nachrüsten lassen sich etwa Dokumentenvorlagen. Inzwischen sind verschiedene Vorlagenpakete auf Deutsch erhältlich. Auch über eine Grammatik-Prüfung verfügt OpenOffice noch nicht - die Erweiterung «LanguageTool» behebt das. Eine der wenigen kostenpflichtigen Erweiterungen ist der «Duden Korrektor für OpenOffice.org», die in Version 5 knapp 20 Euro kostet.

Populär ist die «PDF Import Extension». Sie erlaubt, PDF-Dateien nachträglich zu bearbeiten. Von Haus aus kann OpenOffice Dokumente in dieses weit verbreitete Format umwandeln. Besteht jedoch anschließend Korrekturbedarf, stößt die Basisversion an ihre Grenzen. Die Tabellenkalkulation «Calc» gilt als umständlich beim Anpassen der Größe von Spalten und Reihen. «CalcEasyToolbar» soll das erleichtern.

Eine nützliche Hilfe für Anwender, die Vorträge oft mit im OpenOffice-Baustein «Impress» kreierten Präsentationen illustrieren, ist die «Presenter Console»: Sie zeigt - nur auf dem Bildschirm für den Referenten sichtbar - eine Vorschau der jeweils nächsten Folie. Präsentationen mit vielen Multimedia-Inhalten lassen sich nach einer Schrumpfkur mit dem «Presentation Minimizer» leichter öffnen und per E-Mail verschicken.

Stößt der Anwender auf einen unklaren Begriff, weiß oft Wikipedia Bescheid. Mit Hilfe der Erweiterung «OOoWikipedia» lässt sich aus der Bürosoftware heraus dort Rat suchen. Wer einen Artikel in einem Mitmach-Lexikon erstellen will, kann den «Wiki Publisher» nutzen: Ein Assistent hilft, im OpenOffice-Textprogramm «Writer» Verfasstes für die Web-Veröffentlichung aufzubereiten. Der «Weblog Publisher» soll das Bearbeiten des eigenen Online-Tagebuchs erleichtern.

Das Installieren der Erweiterungen ist einfach. Eine Möglichkeit ist, die heruntergeladenen Extensions mit der Dateiendung «.oxt» per Doppelklick zu öffnen und den Anweisungen zu folgen. Alternativ hilft der «Extension-Manager» in OpenOffice unter «Extras». Darüber lassen sich Erweiterungen hinzufügen, deaktivieren oder entfernen. Doch nicht jede Erweiterung läuft mit jeder OpenOffice-Variante. Auf Nummer sicher gehen Anwender laut Sprecher Florian Effenberger mit der aktuellen OpenOffice-Version 3.

Infos

Aufgemotzte OpenOffice-Varianten Wem die Basisversion von OpenOffice nicht genügt und wer aber auch keine Lust hat, sich die Zusatzdateien à la carte zusammenzustellen, für den gibt es eine weitere Alternative: Einige Programmier-Projekte bauen auf OpenOffice auf, bieten aber mehr. Einer der bekanntesten dieser aufgebohrten Ableger ist OxygenOffice Professional. Er verfügt über viele Vorlagen, Fotos, Cliparts und Schriftarten mehr als das Original. Herunterladen lässt sich das Paket unter «sourceforge.net/projects/ooop».

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