Langsames Zappen nervt oft bei IP-TV
Langsames Zappen nervt oft bei IP-TV
IT-News-World.de
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am 02.04.2009
Poing (dpa/tmn) - Beim Fernsehen über das Internet (IP-TV) brauchen Nutzer oft viel Geduld - denn die Programme lassen sich nur langsam wechseln. Auch die Qualität lasse zu wünschen übrig, kritisiert die Zeitschrift «Video Home Vision».
Die Bild- und Tonqualität der Kanäle bewege sich eher auf dem Niveau des digitalen Antennenfernsehens (DVB-T) als auf dem der digitalen Kabel- und Sat-Angebote (DVB-C und DVB-S), so die Zeitschrift nach einem Test der IP-TV-Angebote von Alice, Arcor und T-Home. Wie bei der DVB-T-Übertragung gebe es von Sender zu Sender Unterschiede in der Bildqualität. Mehrkanalton unterstützen die aktuellen IP-TV-Angebote nicht.
«Zügiges Zappen ist mit IP-TV-Angeboten nicht möglich», lautet das Fazit der Tester. Für einen Kanalwechsel brauchte die Set-Top-Box von Arcor mit vier bis fünf Sekunden die längste Zeit im Test. Im Mittelfeld liegt die Alice-Box. Unter den allesamt gemächlich agierenden Boxen, die 60 bis 70 Euro kosten, schaltet das T-Home- Gerät am schnellsten. Im Programmangebot gebe es keine großen Unterschiede. Nutzer mit mittleren TV-Bilddiagonalen könnten die Angebote durchaus überzeugen, so die Tester. «Heimcineasten» mit gewissen Ansprüchen an Bild- und Tonqualität seien aber beispielsweise mit DVB-S besser beraten.
Je nach Anbieter ist für IP-TV eine DSL-Geschwindigkeit von 6 oder 16 Megabit pro Sekunde (MBit/s) erforderlich. Das Internet-Fernsehen ist zwangsläufig an einen Telefon- und DSL-Anschluss des jeweiligen Anbieters gebunden. Hochauflösendes Fernsehen (HD-TV) kann bisher nur der Media Receiver MR 300 von T-Home ausgeben. Dazu ist aber eine DSL-Geschwindigkeit von 25 oder 50 MBit/s notwendig.
Während bei Alice monatlich gekündigt werden kann, muss sich der Nutzer an Arcor und T-Home zwei Jahre binden. Allerdings erlaubt Arcor die monatliche Kündigung der IP-TV-Option. Unerfahrene Nutzer sollten für die unter Umständen nicht ganz einfache Installation von IP-TV besser den meist kostenpflichtigen Service der Anbieter in Anspruch nehmen, rät die Zeitschrift.
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