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BerichteBerliner Blogger-Konferenz startet ohne Netz
![]() Ein Teilnehmer der Konferenz re:publica 09: Wegen der großen Nachfrage sind die Veranstalter in den Berliner Friedrichstadtpalast ausgewichen. (Bild: dpa) am 01.04.2009 | Von Simone Andrea Mayer, dpa Berlin (dpa) - Die Technik hat die Blogger zum Auftakt der Internetkonferenz re:publica in Berlin im Stich gelassen. «Wlan kommt bald», leuchtet in großen Lettern auf einer riesigen Leinwand im Friedrichstadtpalast. Die Besucher klappen ihre Laptops zu. Ein Kichern ist zu hören. Dann ein Stöhnen. In Reihe 10 raunzt ein Teilnehmer: «Das ist ja wie in den Neunzigern.» Hunderte Internetnutzer, die sich seit Mittwoch (1.4.) über die neuesten Entwicklungen im Web 2.0 auf der Konferenz austauschen wollen, können ausgerechnet dort kurzzeitig nicht mehr bloggen, twittern, podcasten, skypen oder mailen - kurzum, einfach nichts mehr schreiben und ins Internet stellen. Aber sie können noch zuhören, was auf der Bühne erzählt wird. Die dreitägige Tagung re:publica steht unter dem Motto «Shift happens» (etwa: eine Veränderung geschieht). Blogs, das sind Internetseiten, die Kolumnen- oder Tagebuchcharakter haben und bei denen die Nutzer miteinander kommunizieren können. Mehr als 1400 Teilnehmer werden erwartet, sagt Mitveranstalter Markus Beckedahl. Das sind mehr denn je zuvor. 2007 kamen 700 Blogger aus ganz Deutschland nach Berlin. 2008 waren es 950. «Blogs sind 2009 zum Mainstream geworden. Jeder schreibt öffentlich über das, was ihn interessiert», sagte Beckedahl vor der Konferenz. Aus dem anfänglichen «Klassentreffen» der Blogger hat sich im dritten Jahr eine Mischung aus Konferenz und Festival entwickelt. In Fachvorträgen und Workshops wird über Politik, Ethik, Gesundheit, Unternehmen und Freizeit im Internet diskutiert. Abends treffen sich die Teilnehmer zu Twitter-Lesungen und gemeinsamen Partys. Auftreten werden bekannte deutsche Blogger wie Stefan Niggemeier und Sascha Lobo sowie der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales. Dieser will am Freitag über die Macht von Online-Communities und den Fluss von Informationen sprechen. In den vollen Rängen des Theatersaals sitzen hauptsächlich junge Männer, jeder zweite hat einen Laptop auf dem Schoß oder eine Video-Kamera in der Hand. Sie wollen live auf ihren Seiten im Internet berichten, was auf der Bühne präsentiert wird, und Videos auf Internet-Plattformen zeigen. Aber die Laptops sind noch immer zugeklappt. Auf der Bühne steht der Berliner Blogger Johnny Haeusler und starrt auf ein Gerät in seiner Hand. Auch er hadert mit der Technik. «Ich starte zum ersten Mal eine Präsentation mit einem iPhone», sagt er. «Was passiert, wenn mich jemand anruft?» Prompt klingelt das Handy. Alle lachen. Links
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