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14 000 Jugendliche sind süchtig nach Computerspielen

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Computerspiel-Sucht
Laut einer neuen Studie sind mehr als 14 000 Neuntklässler süchtig nach Computerspielen - vor allem das Online-Rollenspiel «World of Warcraft» steht in der Kritik. (Bild: dpa)

am 16.03.2009

Hannover (dpa) - Neuntklässler in Deutschland spielen an Schultagen im Durchschnitt 130 Minuten lang am Computer. Insgesamt 14 000 dieser Jugendlichen gelten nach einer neuen Studie bereits als süchtig nach Computerspielen.

Das berichtete das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» unter Berufung auf das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN). Weitere 23 000 Jugendliche gelten demnach als stark gefährdet. Für die Untersuchung wurden 44 610 Jugendliche im Alter von 15 Jahren befragt. Die KFN-Studie soll an diesem Montag (16.3.) in Hannover vorgestellt werden.

Bundesweit sind drei Prozent der männlichen Neuntklässler und 0,3 Prozent ihrer Mitschülerinnen computerspielsüchtig. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Die tägliche Beschäftigung mit PC-Spielen ist in den vergangenen vier Jahren um 40 Minuten pro Tag gestiegen. Am Wochenende saßen die jungen Leute zuletzt sogar durchschnittlich 167 Minuten am PC und spielten - 2005 waren es «nur» 140 Minuten.

Fast jeder sechste Junge beschäftigt sich am Tag sogar länger als viereinhalb Stunden mit PC-Games. Mädchen spielten deutlich weniger, aber auch bei ihnen hätten sich die Zeiten an Schultagen verdreifacht und am Wochenende verdoppelt, fanden die Forscher heraus.

Ausuferndes Spielen allein führe noch nicht automatisch zu einer Abhängigkeit, hieß es. Aber die Beschäftigung mit Online-Rollenspielen verstärkt der Studie zufolge das Risiko. Das gelte vor allem für das Programm «World of Warcraft», das mit 11,5 Millionen Nutzern das weltweit meistverkaufte dieses Genres sei.

Der Leiter des KFN, Christian Pfeiffer, forderte daher, die Altersfreigabe für das Spiel von 12 auf 18 Jahre heraufzusetzen. «Dass bei der Einstufung eines Spiels die Suchtgefahr kein Kriterium ist, ist ein unhaltbarer Zustand», sagte Pfeiffer dem «Spiegel».

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