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Bluetooth-Headsets: Auf Passform und Akku achten

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Bluetooth-Headsets
Warme Hände behalten: Wer ein Headset hat, kann die Finger in den Taschen lassen. (Bild: Jabra/dpa/tmn)

am 05.03.2009 | Von Juliane Mroz, dpa

Berlin (dpa/tmn) - Wer beim Telefonieren mit dem Handy die Hände frei und auch keinen Kabelsalat haben möchte, kann ein kabelloses Headset mit Bluetooth-Verbindung benutzen.

Die gibt es in vielen Preisklassen und Ausführungen - vom kleinen, einseitig zu tragenden Knopf im Ohr mit Mini-Mikrofon bis hin zum ausladenden Stereo-Kopfhörer. Experten raten, beim Kauf auf Akku-Laufzeit und Passform zu achten - und darauf, dass das Gerät mit dem eigenen Mobiltelefon kompatibel ist.

«Die Betriebsdauer ist bei diesen Geräten das A und O», sagt Peter Knaak, Mobilfunkexperte der Stiftung Warentest in Berlin. «Dann spielt natürlich der Tragekomfort eine Rolle.» Außerdem gebe es gravierende Unterschiede bei der Übertragungsqualität.

Einfache kabellose Headsets sind schon für rund 20 Euro zu haben. Wird das Handy auch als MP3-Player genutzt, lohnt es sich, etwas mehr zu investieren und ein Headset zu kaufen, das Musik in Stereo wiedergibt. Ruft jemand an, wird die Musik für die Dauer des Gesprächs unterbrochen. «Und dann gibt es noch die Spitzengeräte, die zum Beispiel darauf ausgelegt sind, Störgeräusche auszublenden. Die können bis zu 200 Euro kosten», erklärt Knaak.

Der Headset-Hersteller Plantronics bietet auf seiner Internetseite «plantronics.com» unter dem Stichwort Headset-Suche eine Kompatibilitätsprüfung für viele gängige Handy-Modelle an. Auch beim Hersteller Jabra können Interessenten unter «jabra.com» ein Formular ausfüllen um festzustellen, welches Headset zum eigenen Mobiltelefon passt. Am besten ist es jedoch, das Gerät vor dem Kauf beim Fachhändler aus- und anzuprobieren, rät Arnulf Thiemel vom ADAC-Testzentrum in Landsberg am Lech: «Nicht jedes Ohr ist gleich, deshalb ist die Passform wichtig.»

Bei dieser Gelegenheit können die Käufer auch feststellen, ob ihnen die Bedienung des Geräts zusagt. «Außerdem empfiehlt es sich, mit dem eigenen Telefon zu prüfen, ob die Verbindung stabil ist.» Beim Hören und Verstandenwerden gibt es laut Thiemel gravierende Unterschiede zwischen den Modellen.

Viele Headsets können sowohl mit Hilfe eines Netzteils oder eines Auto-Adapters als auch per USB aufgeladen werden. «Da kommen wir auch schon zu einer der Schattenseiten - der Akku kann während des Gebrauchs schlapp machen», sagt Thiemel. Wird das Headset beim Autofahren benutzt, kann die plötzliche Unterbrechung des Gesprächs ablenken und zu gefährlichen Situationen führen.

Ein anderes Problem ist, dass der Bluetooth-Knopf im oder am Ohr unter Umständen die Wahrnehmung von Verkehrsgeräuschen beeinträchtigt. «Da muss man im Einzelfall die Entscheidung treffen, ob das zu verantworten ist.» Das hänge auch davon ab, wie laut die Fahrgeräusche sind, wie stark das jeweilige Gerät die Außengeräusche unterdrückt und wie gut das Gehör des Nutzers ist.

Liegt das Mobiltelefon ungesichert auf dem Beifahrersitz, kann es bei einer Vollbremsung durchs Auto fliegen und so zur Gefahr werden. Autofahrern rät Thiemel deshalb eher zu einer Freisprechanlage, bei der das Telefon in einer Halterung einrastet. «Das hat außerdem den Vorteil, dass das Handy dort geladen wird und eine Außenantenne für eine stabile Funkverbindung sorgt.»

Für Mobiltelefonierer, die sich vor Strahlung schützen wollen, sei ein Bluetooth-Headset keine gute Lösung, sagt Martin H. Virnich, Ingenieur für Baubiologie und Umweltmesstechnik in Mönchengladbach. «Der Unterschied zwischen dem Telefonieren mit oder ohne Bluetooth-Headset ist nicht allzu groß.» Wichtig sei, dass das Headset sich nach Ende eines Telefonats abschaltet. «Schaltet es sich nicht ab, reduziert das die Akkukapazität, und ich habe ständig den Strahlemann am Ohr.»

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