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Frühjahrsputz: So wird der Computer blitzblank

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Frühjahrsputz für den Rechner
Großreinemachen: Der PC sollte hin und wieder sauber gemacht werden, denn Staub kann dem Rechner zusetzen. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

am 04.03.2009 | Von Berti Kolbow, dpa

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Essensreste, Fingerabdrücke, Wollmäuse: Mit der Zeit verschmutzt jeder Computer. Das ist nicht nur unansehnlich und unhygienisch, sondern kann auch die Lebensdauer der Geräte beeinträchtigen, etwa wenn verstaubte Lüfter die Komponenten schlecht kühlen.

Vor allem Tastatur, Bildschirm und die Computer-Lüfter sind Schmutzfänger. An häufig gebrauchten Geräten lassen sich jede Menge Spuren der Benutzer finden. Dazu zählen laut Dirk Plähn vom Unternehmen EDV-Clean-System in Barsbüttel bei Hamburg unter anderem Brotkrümel, Nasenhaare und sogar Nagellackabrieb auf dem Bildschirm, wenn dieser häufig mit den Fingern berührt wird.

Dem Anwender bleibt zum Beispiel oft verborgen, dass sich Netzteil und Prozessorlüfter mit der Zeit mit Staub zusetzen. Die Wärme wird dadurch schlechter abgeführt. Abstürze drohen - und schlimmstenfalls der Hitzetod des Rechners. «Das Computerinnere sollte mindestens einmal jährlich gereinigt werden, Eingabegeräte und Display monatlich, je nach Verschmutzungsgrad und Vorliebe auch öfter», rät Markus Schütz vom PC-Hersteller Dell in Frankfurt.

Kaum verschmutzte Oberflächen sollten laut Schütz lediglich mit einem trockenen Mikrofasertuch abgewischt werden. Bei größerem Putzbedarf kommen Hausmittel nur bedingt infrage. «Spülmittel und Küchenrolle sind ungeeignet», warnt Dirk Plähn. Die Reinigungskraft von Spüli und Co. ist für dreckiges Geschirr geeignet, aber nicht für stark verschmutze Tastaturen. Auch von Lösungsmittel-haltigen Flüssigkeiten sollte man die Finger lassen. Diese säubern vielleicht erstmal recht gut, lassen aber Oberflächen porös und damit langfristig noch anfälliger für Dreck werden.

Um Schweiß und Fett von den Tasten zu entfernen, empfiehlt Plähn speziellen Kunststoffreiniger. Damit ließen sich oft «Wunder» bewirken. Eine neuwertig aussehende Tastatur sollten Vielschreiber aber nicht erwarten. «Bei Dauernutzung ist ein Abrieb der Mattierungsbeschichtung ganz normal. Das Glänzen der häufig verwendeten Tasten ist nicht zu vermeiden», so Markus Schütz.

Mit dem gleichen Putzmittel wie für die Tasten lassen sich auch alle anderen Computer-Oberflächen reinigen - außer die des Bildschirms. Für Displays sollten extra darauf abgestimmte Reinigungsmittel verwendet werden, rät Plähn. Feuchte Brillenputztücher gingen alternativ auch. Zuvor empfiehlt sich eine mechanische Reinigung mit dem Staubsauger.

Mit Druckluft aus der Dose lassen sich Plähn zufolge in den Ritzen der Tastatur sitzende Schmutzpartikel entfernen. Druckluft sollte aber vorsichtig eingesetzt werden, warnt Markus Schütz von Dell: Im schlimmsten Fall bläst sie Partikel an unerreichbare Stellen. Ein schlichter weicher Pinsel mit weichen Borsten oder ein Haartrocker als Dosenluftersatz gingen auch. Der Föhn sollte aber nur mit kalter Luft blasen, damit sich nicht im schlimmsten Fall der Kunststoff des Computergehäuses verformt.

Der Staubsauger kommt auch bei einer Innenreinigung des Rechners zum Einsatz. So lassen sich Lüfterrotoren und die verschiedenen Rechnerteile wie Hauptplatine und Steckkarten von Staub befreien. Das Gehäuse eines PCs aufzuschrauben, ist in der Regel kein Problem. Notebooks hingegen sollten - wenn überhaupt - nur von Fachleuten geöffnet werden. «Beim eigenmächtigen Eingriff können Garantieansprüche erlöschen. Außerdem sind Laptops sehr schwierig wieder zusammenzusetzen», gibt Dirk Plähn zu bedenken. Aufgrund der kompakteren Bauweise von Notebooks im Vergleich zum Desktop-Rechner ist die Gefahr, dass Staub eindringt, ohnehin eher gering.

Infos

Grundregeln für den Rechner-Großputz Damit das Reinemachen des Rechners nicht mehr Schaden anrichtet als es Schmutz entfernt, gilt es einige Grundregeln zu beherzigen, sagt IT-Reinigungsspezialist Dirk Plähn von EDV-Clean-System. Der Computer sollte generell niemals zu feucht gereinigt werden. Das Reinigungsmittel auf das Putztuch statt auf die Oberfläche zu sprühen, beugt Flüssigkeitsnasen vor, die in die Elektronik fließen. Potenziell fusselnde Wischutensilien wie Küchenpapier sind tabu. Sonst entstehen möglicherweise mehr Schmutzpartikel als vor dem Putzvorgang vorhanden waren. Vor jedem Großputz sind die Geräte zudem auszuschalten und die Netzstecker zu ziehen. Steht eine Innenreinigung an, sollte sich der Nutzer zuvor erden, indem er etwa eine metallene Heizung berührt. Das vermeidet das Übertragen elektrostatischer Spannung auf die empfindsamen Geräte.
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