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SpieleSchnäppchenjagd: Moderne PC-Spiel-Klassiker
![]() Einmal als Mafiosi unterwegs: In Sachen Atmosphäre und Dramaturgie setzte das Action-Adventure «Mafia» neue Maßstäbe. (Bild: Illusion Softworks/dpa/tmn) am 03.03.2009 | Von Heiko Haupt, dpa Hamburg (dpa/tmn) - Das Prinzip des «höher, schneller, weiter» hat speziell die Zunft der Computerspiel-Entwickler verinnerlicht. Unaufhörlich erscheinen neue Titel, die von einer super Grafik bis hin zu «noch nie dagewesenen» Spielinhalten noch einmal alles besser machen wollen - theoretisch jedenfalls. Denn nur zu oft ächzt der heimische PC unter den nochmals gestiegenen Systemanforderungen. Und die versprochenen neuen Inhalte erweisen sich nicht selten als Luftnummern. Auch technisch läuft bei neuen Spielen nicht unbedingt alles rund. Doch es gibt Alternativen: Selbst gerade noch hochgelobte Neuheiten werden nach wenigen Monaten schon zum Sonderpreis verscherbelt - inklusive technischer Verbesserungen. Gerade für Spieler mit einem Faible für Neues kann das Hobby zu einem teuren Spaß werden. Neue Titel kosten in den ersten Wochen nach der Veröffentlichung in der Regel um die 50 Euro und verlangen nach aktueller Hardware. Nicht selten aber ist die Spielerei nur ein kurzes Vergnügen, da nach wenigen Stunden alles «durchgespielt» ist. Was dann bleibt, ist die neuerliche Investition von 50 Euro, um einen weiteren aktuellen Titel auf der Festplatte zu installieren. Die Alternative lautet Geduld. Wer ein wenig wartet, spart neben Geld oft auch Nerven. Denn nahezu jedes neu veröffentlichte Spiel weist heutzutage Programmierfehler auf. Also werden immer wieder Patches genannte Programmflicken veröffentlicht, die allerlei übersehene Fehler beheben. Während sich die Käufer der ersten Stunde von Verbesserung zu Verbesserung vorarbeiten müssen, kann der Nachzügler diese oft gleich als Komplettpaket installieren. Und wer noch länger wartet, braucht oft nicht einmal mehr «patchen». Denn nach einigen Monaten werden die einstmals begehrten neuen Spiele nicht selten schon für 10 oder 20 Euro angeboten - inklusive aller Verbesserungen. ![]() Einmal als Mafiosi unterwegs: In Sachen Atmosphäre und Dramaturgie setzte das Action-Adventure «Mafia» neue Maßstäbe. (Bild: Illusion Softworks/dpa/tmn) Die Auswahl dieser begehrten Spiele und modernen Klassiker ist lang. So warten in diesem Jahr zahllose Spieler auf die Fortsetzung der «Anno»-Aufbauserie von Ubisoft. Doch während die Entwickler noch an «Anno 1404» arbeiten, gibt es die immer noch spielens- und sehenswerten Vorgänger «Anno 1503» oder «Anno 1701» für kleines Geld. Teils werden sogar «Edition» genannte Spielepakete angeboten, die neben allen Patches ehemals kostenpflichtige Spielerweiterungen enthalten. Auch für Anhänger von Rollenspielen kann sich der Blick in die jüngere Vergangenheit lohnen. Die deutsche Rollenspiel-Hoffnung «Gothic 3» enttäuschte in Hinblick auf Spielqualität und Fehlerhäufung ebenso wie das kürzlich von Jowood nachgeschobene Add-on. Zum Glück werden aber heute die Vorgänger «Gothic» und «Gothic 2» zu Preisen auf Taschengeldniveau angeboten. Grafisch sind diese Versionen zwar nicht mehr taufrisch, dafür laufen sie aber auch auf einem Durchschnittsrechner problemlos. Dass Grafik ohnehin nicht alles ist, dafür steht traditionell die Erfolgs-Spieleschmiede Blizzard. Die hat nicht nur «World of Warcraft» ersonnen - noch heute sprechen die Fans von Klassikern wie «Starcraft» oder «Diablo 2». Für beide Titel sind die Nachfolger schon angekündigt. Doch bei den Händlern finden sich heute noch die Originale, die auch in Zukunft in Sachen Spielspaß nur schwer übertroffen werden dürften. Gleiches könnte für das angekündigte «Mafia 2» gelten. Der Vorgänger «Mafia» setzte neue Maßstäbe für Atmosphäre und Dramaturgie in einem Action-Spiel, er versetzte die Spieler in eine amerikanische Stadt der 30er Jahre. Bei seinem Erscheinen im Jahr 2002 allerdings verlangte «Mafia» nach einem wirklich leistungsfähigen Rechner - doch ähnlich wie bei «Gothic» erfüllt heute fast jeder Rechner die technischen Anforderungen. Steht unter dem Schreibtisch allerdings ein etwas besserer Rechner, dann sind auch Grafikwunder-Spiele der jüngeren Vergangenheit eine gute Wahl. Das gilt zum Beispiel für das Action-Spiel «Bioshock» von 2K Games, das den Spieler erstmals im Jahr 2007 in eine vom Art Déco inspirierte Unterwasserwelt entführte. Zu der sehenswerten Optik gesellt sich hier eine ebenso spannende wie ungewöhnliche Geschichte - und auch die lässt sich mittlerweile schon für zehn Euro erleben. Die Liste der möglichen Alternativen zu teuren Neuerscheinungen ließe sich ewig fortsetzen: Wer auf das hochgelobte Strategiespiel «Empire: Total War» wartet, kann auch zu den spielerisch wie optisch kaum gealterten Vorgängern «Rome» oder «Medieval 2» greifen. Die früheren Abenteuer der legendären «Lara Croft» finden sich oft schon ebenso auf dem Grabbeltisch wie verschiedene «Siedler»-Folgen. Es muss also nicht immer «höher, schneller, weiter» sein. Empfehlungen
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