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Oft fehlen die Bieter: Wenige Alternativen zu eBay

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Oft fehlen die Bieter: Wenige Alternativen zu eBay IT-News-World.de 0 5 3
eBay-Alternativen
Im Schatten von eBay: Konkurrierende Anbieter von Online-Auktionen haben es gegen den Platzhirschen schwer. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

am 24.02.2009 | Von Berti Kolbow, dpa

Berlin/München (dpa/tmn) - Es mag Menschen geben, die noch nicht einmal wissen, dass Online-Auktionen nicht automatisch bei eBay stattfinden müssen. Der Name des Marktführers ist zum Synonym für Versteigerungen im Internet geworden.

Dabei buhlen auch andere Anbieter um die Gunst der Handelnden und Käufer. In bestimmten Fällen können die Alternativen reizvoll sein. Häufig führt jedoch kein Weg am Platzhirschen vorbei, weil auf anderen Auktionsplattforen zum Teil schlichtweg die Bieter fehlen.

Umgekehrt tummeln sich bei eBay inzwischen Gott und die Welt. Echte Schnäppchen sind deshalb oft nur noch schwer zu finden. «Der ursprüngliche Flohmarktcharakter ist geschwunden, weil der Marktplatz stark gewachsen ist und vor allem mehr gewerbliche Händler auf eBay präsent sind», erklärt Ronny Jahn, Internetexperte der Verbraucherzentrale Berlin den Unmut so manchen Nutzers. Um noch Schnäppchen oder Raritäten zu finden, sind mitunter umfangreiche Filter-Einstellungen in der ausgefeilten eBay-Suchmaske nötig.

Statt um Auktionen handelt es sich bei den Angeboten häufig um Festpreis-Geschäfte. Sie kosten oft auch mehr als woanders. «Viele Nutzer assoziieren eBay mit einem Schnäppchen-Image und verzichten auf Preisvergleiche. Dabei sind viele Artikel bei anderen Online-Shops günstiger», sagt Tobias Weidemann, Internetexperte bei der Zeitschrift «PC-Welt».

Mit unterschiedlichen Konzepten versuchen andere Anbieter, eBay Kunden abspenstig zu machen. Mit standardmäßig kostenlosen Auktionen lockt etwa www.hood.de. Nur für Zusatzoptionen werden Gebühren fällig. Auch www.azubo.de verlangt nur für Sonderleistungen Gebühren, jedoch auch eine Provision von 4,5 Prozent des Verkaufspreises. eBay verlangt dagegen von privaten Verkäufern 8 Prozent bei erzielten Preisen bis 50 Euro. Azubo kehrt das Auktionsprinzip um: Der Preis fällt, bis ein Käufer ihn als akzeptabel erachtet und zuschlägt.

Andere Online-Marktplätze sind beispielsweise www.feininger.de, www.auxion.de, www.besteauktion.de oder www.auvito.de. Keiner von eBays Nebenbuhlern hat aber annähernd den Bekanntheitsgrad des Vorbildes erreicht. «Mir ist keine Plattform bekannt, die genügend Angebot und Nachfrage generiert, dass dort regelmäßig sinnvolles Handeln in Form von Auktionen garantiert wäre», erklärt Weidemann.

Dass so wenig auf den alternativen Plattformen los ist, hat unterschiedliche Konsequenzen. Von Vorteil ist, dass sie dadurch für schwarze Schafe offenbar weniger attraktiv sind. Zwar sind Betrugsfälle keinesfalls ausgeschlossen, allerdings sei es «auffällig, dass uns noch kein Betrugsfall bei den alternativen Marktplätzen bekannt geworden ist», sagt der Rechtsanwalt und Internetrechtsexperte Johannes Richard aus Rostock.

Auf der anderen Seite dürften sich einige Verkäufer auf alternativen Plattformen ärgern, wenn sie ihre Artikel nicht loswerden, weil sich kein Interessent findet oder der Erlös niedrig ausfällt, weil nur wenige mitbieten. Für Kaufwillige ergibt sich umgekehrt daraus mitunter ein reizvolles Schnäppchenpotenzial.

Vor allem in bestimmten Nischen lohne sich ein Blick auf andere Handelsportale, empfiehlt Internetexperte Weidemann. Das gelte zum Beispiel für Handwerksdienstleistungen. Wer nach einem Fliesenleger, Gärtner oder Kfz-Mechaniker sucht, wird auf Seiten wie www.my-hammer.de, www.undertool.de, www.qotatis.de oder www.jobdoo.de fündig. Eine beachtenswerte Alternative für private Verkäufer, die Ware zu Festpreisen handeln möchten, sei auch der Marktplatz des Online-Shops Amazon unter www.amazon.de/marketplace.

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