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Der Preis ist nicht alles: Tipps für Webhoster-Suche

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Webhoster
Die große Auswahl: Vor der Entscheidung für einen Webhoster sollten Verbraucher auch das Kleingedruckte lesen. (Bild: Wenda/dpa/tmn)

am 10.02.2009 | Von Sven Appel, dpa

Bonn (dpa/tmn) - Jede Website hat eine Heimat - diese wird auch Webspace genannt. Dieser Speicherplatz befindet sich auf einem Server, der dem sogenannten Webhoster gehört. Bei der Auswahl eines Hosters müssen Website-Besitzer eine Menge beachten.

Unter Webhosting versteht man gemeinhin das sogenannte Shared Hosting. Bei dieser Variante liegen mehrere Websites verschiedener Kunden auf einem Server. Mit Hilfe des File Transfer Protocol (FTP) können die Kunden dann auf ihr Verzeichnis beziehungsweise auf ihre Website zugreifen, um Änderungen vorzunehmen. Shared Hosting ist günstig, und wird meist als Rundum-Sorglos-Paket angeboten, bei dem der Webhoster auch für die Sicherheit des Servers sorgt.

Shared Hosting kann für den Kunden aber auch Nachteile haben. Er weiß zum Beispiel nicht, welche und wie viele andere Websites auf dem Server liegen, wie gut diese besucht werden und wie schnell Surfer Zugriff auf seine Seite haben. Das zu wissen, wäre jedoch vor allem für Kunden interessant, die ihre Website geschäftlich nutzen.

Die Alternative ist ein dedizierter Server. Bei diesem Konzept erhält der Kunde für seine Website einen eigenen Server. Das kostet allerdings deutlich mehr Geld. Bei einem dedizierten Server hat der Kunde die Wahl zwischen einer sogenannten Root- und einer Managed-Variante. Entscheiden sich Betreiber einer Website für das Root-Angebot, bekommen sie meist ein fix und fertig installiertes System. Damit hat der Kunde zwar viele Freiheiten, allerdings muss er sich um alles selber kümmern. Das gilt auch für die Sicherheit.

Wer davon nichts versteht oder keine Zeit hat, das System selbst zu warten, lässt besser die Finger von einem dedizierten Server in der Root-Variante. «Es vergeht keine Stunde, in der die Server der Webhoster nicht unter Beschuss stehen», warnt Sebastian Schreiber, Geschäftsführer von Syss, einem Beratungsunternehmen für IT-Sicherheit mit Sitz in Tübingen. Sicherer sei es, dem Webhoster gegen Aufpreis die Wartung des Servers zu überlassen.

«Generell gilt: Man sollte auch auf die Sicherheit achten. Das wird oft vernachlässigt», sagt Matthias Gärtner, Pressesprecher des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. Gerade Betreiber eines Onlineshops können sich keine Manipulationen an ihrer Seite leisten.

IT-Sicherheitsexperte Sebastian Schreiber rät, bei der Wartung der Seite für die Datenübertragung ein verschlüsseltes Übertragungsprotokoll wie HyperText Transfer Protocol Secure (HTTPS) oder Secure Shell (SSH) zu verwenden. Und wer etwa auf seiner Online-Shop-Seite E-Mail-Formulare einsetzt, sollte dabei laut Schreiber ebenfalls Wert auf eine Verschlüsselung legen.

«Die Anbieter machen es angehenden Webmastern alles andere als einfach, das passende Paket für ihre Bedürfnisse zu finden», berichtet die Zeitschrift «c't» in ihrem Sonderheft Webdesign. Schuld daran seien unübersichtliche Kostenstrukturen. Es ist daher wichtig, dass Kunden auch das Kleingedruckte lesen - ganz besonders die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Meist sind die Paket-Verträge mit langen Laufzeiten verbunden.

«Ihr besonderes Augenmerk sollten Kunden darauf lenken, ob in dem Hosting-Vertrag eine Traffic-Begrenzung vereinbart wird», rät die Zeitschrift. Dann kann es passieren, dass beim Überschreiten eines bestimmten Datentransfervolumens zusätzliche Gebühren fällig werden. Wer ein Forum betreiben möchte oder einen Blog, sollte zudem darauf achten, dass der Server Skripte wie Common Gateway Interface (CGI) und Hypertext Preprocessor (PHP) beherrscht.

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