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SMS aus dem Web senden: Vorsicht vor der Abo-Falle

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SMS aus dem Web
SMS online zu verschicken, kann eine günstige Ergänzung sein. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

am 05.02.2009 | Von Jasmin Henning, dpa

Berlin/Stuttgart (dpa/tmn) - «Bleibt es bei heute Abend?» - mit einer SMS lassen sich viele Dinge kurz und unkompliziert klären. Oft ist das Simsen aber auch nur Spielerei und Zeitvertreib. Doch das Vergnügen kann schnell zu einem teuren Spaß werden.

Fällt auch die einzelne SMS nicht groß ins Gewicht, die Masse macht's. Der Versand von SMS aus dem Internet ist eine Kosten sparende Alternative. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn häufig versteckt sich hinter einer Gratis-SMS ein teures Abo.

«Je verlockender und attraktiver das Angebot, desto mehr sollten Nutzer auf der Hut sein», rät Brigitte Sievering-Wiechers von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Anbieter setzten Gratis-SMS oft als Lockmittel ein, warnt sie. Hinter dem vermeintlichen Schnäppchen verberge sich dann ein teures Abo. Darüber hinaus müssen sich Nutzer oft auch mit einer Flut von Werbung herumschlagen.

Um der Vertragsfalle zu entgehen, gilt es einige Punkte zu beachten. Zum einen sollten Nutzer das Angebot genau unter die Lupe nehmen. «Die Seite muss vorab unbedingt aufmerksam durchgelesen werden», so Sievering-Wiechers. Dazu sollten auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gehören, rät Josefine Milosevic von der Zeitschrift «connect»: «Man sollte sich natürlich die Mühe machen, das Kleingedruckte zu lesen.»

Vorsicht ist besonders bei der Angabe persönlicher Daten gefragt. «Wenn eine Bankverbindung angefordert wird, sollten die Alarmglocken schrillen», sagt Bettina Seute vom Telekommunikationsportal «teltarif.de» in Berlin. Je mehr der Anbieter wissen will, desto kritischer sollten Nutzer dem Angebot gegenüberstehen. Auch die Frage nach der Postanschrift sollte stutzig machen: «Wozu brauchen die meine Adresse? Ganz klar: Um mir eine Rechnung zu schicken», erklärt Seute.

In jedem Fall könne es hilfreich sein, die Seite als Screenshot abzuspeichern oder die AGB auszudrucken. «Die Betreiber ändern die Seiten ständig. Da sollte man für den Fall der Fälle schon einen Beweis in der Hand haben», erläutert Sievering-Wiechers.

Ist man erst einmal in eine Abo-Falle getappt, ist es schwierig, sich wieder heraus zu winden. Hilfe dabei kann der eigene Netzbetreiber geben, erläutert Milosevic: «Wenn man nachweisen kann, dass der Service nicht genutzt wird, kann der Netzbetreiber diesen löschen.» Um juristisch gegen das Abo vorgehen zu können, müssten Betroffene nachweisen, dass der Vertragsabschluss vom Anbieter bewusst verschleiert wurde, sagt Seute.

Seriöser seien in der Regel bezahlte SMS-Services im Internet, sagt Milosevic. Nutzer müssen dabei vorab ein Guthaben einzahlen. «Die Preise beginnen bei 2,9 Cent», sagt die Expertin. Die Aufladung erfolge per Überweisung, PayPal oder Kreditkarte, so Seute. Milosevic empfiehlt, die verschiedenen Anbieter zu vergleichen: Wie viele Zeichen werden zur Verfügung gestellt, wird die eigene Handynummer als Absender angegeben, wird die Antwort des Empfängers im Internet gespeichert?

Generell sollte sich jeder fragen, ob sich der Versand über das Internet überhaupt rechnet. Bei vielen Netzanbietern seien die Preise für Kurznachrichten ohnehin günstig, erläutert Seute. Zudem sei das Verschicken von SMS innerhalb eines Netzes oft zusätzlich vergünstigt oder sogar kostenfrei. Für Nutzer mit alten Handyverträgen - die meist vergleichsweise hohe Kosten haben - lohne sich das Internet-Angebot schon eher, sagt Milosevic.

Am besten schneidet laut «teltarif.de» der Anbieter «send4free.de» ab. Zwar können Nutzer täglich nur zwei SMS an eine Zielrufnummer senden, dafür wird aber auch keine Werbung angehängt. Ebenfalls gut schneidet bei «teltarif.de» die Seite «goodmails.de» ab.

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