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Blutregen und Zwischenhoch - Wetterdienste im Web

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Wetterdienste im Internet
Wetterbericht per Mausklick - aktuelle Vorhersagen finden sich mehr oder weniger detailliert auch im Internet. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

am 20.01.2009 | Von Heiko Haupt, dpa

Hamburg (dpa/tmn) - Eine der für viele Menschen wichtigsten Fragen des Jahres ist mittlerweile geklärt: Nämlich die, ob die Weihnacht am Wohnort wirklich so Weiß war, wie erhofft. Doch damit hat das Thema Wetterbericht bekanntlich nicht ausgedient.

Täglich werden auch in den kommenden Wochen und Monaten wieder unzählige Menschen auf der Suche nach Vorhersagen des Wetters für den Wochenendausflug, die Hochzeitsfeier oder einfach nur für den nächsten Tag sein. Längst ist es dafür aber nicht mehr notwendig, vor dem Fernseher das Ende der Nachrichtensendung und die dann folgende Vorhersage abzuwarten. Im Internet stehen rund um die Uhr zahlreiche Wetterseiten zur Verfügung. Sie unterscheiden sich deutlich in Komfort und Umfang.

Das wohl immer noch offiziellste Image hat der Deutsche Wetterdienst in Offenbach, dessen Messstationen ein großen Teil der zur Verfügung stehenden Daten liefern. Der nüchterne Auftritt von «dwd.de» unterstreicht mit einer etwas behördlich wirkenden Optik das Image. Am oberen rechten und linken Rand finden sich Deutschlandkarten, über das aktuelle Wetter oder auch Wetterwarnungen abgerufen werden können. Den zentralen Teil nimmt aber reichlich Text ein, unter anderem mit Erklärungen zum Wetter-Thema des Tages. Interessierte finden hier zahlreiche Zusatzinformationen neben der reinen Wetterkarte.

So ist im Wetterlexikon zu erfahren, dass der Begriff Blutregen einen durch Wüstenstaub rötlich gefärbten Regen beschreibt. Und wer sich immer noch fragt, was ein Zwischenhoch ist, der lernt schnell, dass es sich um ein Gebiet mit relativ hohem Luftdruck zwischen mehreren Tiefdruckgebieten handelt. Außerdem zu finden sind Informationen über den Klimawandel oder auch Angaben zu Wetterrekorden und zahlreiche weitere Informationen.

Dass eine Internet-Seite zum Thema Wetter-Prognose am besten schlicht und einfach den Titel Wetter trägt, haben gleich zwei Anbieter erkannt: Nach dem Eingeben von «wetter.de» erscheint die Seite «wetter.rtl.de», was zeigt, dass der TV-Sender aus Köln dahinter steckt. Wer sich von der reichlich verhandenen Werbung nicht irritieren lässt, findet schnell die entsprechende Deutschlandkarte, der sich durch zahlreiche intuitive Klicks die gewünschten Auskünfte entlocken lassen.

Das Angebot auf «wetter.com» von der wetter.com AG in Singen empfängt mit einer Deutschlandkarte in der Mitte der Seite. Durch Anklicken von Häkchen ist ihr die aktuelle Wetterlage in Hinblick auf Temperaturen und Niederschlag zu entlocken - allerdings nur die aktuelle Lage. Wer nach einer Vorhersage fahndet, muss sich zunächst in der Menüleiste am oberen Seitenrand zurechtfinden, wo es dann nach Anklicken des Begriffes «Wettervorhersage» weitergeht.

Wer sich an die Vorhersagen von TV-Wetterfrosch Jörg Kachelmannn gewöhnt hat, finden dessen Prognosen im Internet allerdings nicht in erster Linie auf der Präsenz seines Unternehmens unter «meteomedia.ch». Vielmehr gilt es, eine der weniger leicht zu merkenden Adressen einzugeben - nämlich «t-online.de/wetter». Dort finden sich dann wieder die üblichen Karten.

Zu den übersichtlichen und zudem informativen Wetter-Prognose-Angeboten im Netz zählt auch das von «wetteronline.de» aus Bonn. Über mehrere Karten lassen sich bestimmte Auskünfte über Niederschlagsmengen oder Temperaturprognosen abrufen, ein Regenradar ist ebenso zu finden wie ein Einblick in die Feinstaub-Lage der Nation.

Welcher der Dienste letztendlich den eigene Vorstellungen am ehesten entspricht, das muss jeder selbst herausfinden - anklicken kostet schließlich nichts. Bei einem Test der Zeitschrift «Computer Bild» schnitten allerdings «wetteronline.de», «wetter.de» und «wetter.com» mit jeweils dem Ergebnis «gut» am besten ab. In dem Test wurden neben dem Umfang des Angebotes und der Prognosegenauigkeit auch die Zusatzfunktionen wie die teils kostenpflichtig per SMS orderbaren Infos bewertet.

Aber im Endeffekt geht es ohnehin vor allem um die Zuverlässigkeit der Prognose - denn wer möchte nicht wissen, wann der nächste Blutregen fällt. Und das nächste Weihnachtsfest steht ja auch irgendwann wieder an.

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