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Programmieren für Einsteiger: Kleine Ziele setzen

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Programmieren für Einsteiger
Am Anfang enge Grenzen setzen: Es ist sinnvoll, das Programmieren mit Problemstellungen zu beginnen, deren Lösung bekannt ist. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

am 31.12.2008 | Von Philipp Laage, dpa

Kerpen/Hannover (dpa/tmn) - Programmieren kann jeder lernen. Wichtig ist es, sich dabei kleine Ziele zu setzen. Gut geeignete Programmiersprachen sind C# und Java, erklärt der Ratgeber-Autor Helmut Erlenkötter aus Kerpen bei Köln.

Diese sogenannten objektorientierte Sprachen seien gut zu verstehen und hätten einen klaren Aufbau. Für den Einstieg eigne sich auch die neuere Version «Visual Basic .NET», sagt Hajo Schulz von der Computerzeitschrift «c't». Während Visual Basic und C# für das Windows-Betriebssystem gemacht sind, eigne sich Java auch für Linux und Mac OS.

Nach der Wahl der Programmiersprache stellt sich die Frage, wie man überhaupt loslegt. «Einsteiger setzen sich am besten sehr enge Grenzen, sonst haben sie keine Erfolgserlebnisse», sagt Erlenkötter. Sinnvoll sei es, mit Problemstellungen anzufangen, deren Lösung man schon kennt - wie die Berechnung der eigenen Kilometerpauschale. Alltagsprobleme eigneten sich besonders.

Zur Unterstützung ist besonders Entwicklungs-Software aus dem Internet geeignet, sagt Prof. Heinrich Plödereder, Direktor des Instituts für Softwareentwicklung an der Universität Stuttgart. Vor allem für Java gebe es beispielsweise die IDE-Plattform Eclipse als Integrierte Entwicklungsumgebung. «Wenn etwas nicht funktioniert, kann der Anwender dort nach Software-Komponenten suchen, die ihm bei der Programmierung helfen.»

Ohne die IDEs werde es sehr schwierig, sagt Schulz. Für Anfänger seien sie eine enorme Hilfe. «Wichtige Wörter in der Programmierung werden zum Beispiel fett markiert oder Vorschläge für den Folgetext erscheinen in einem Drop-Down-Menü.» Ebenfalls nützlich ist der Debugger, der die Programmierung auf Fehler überprüft.

Neben der Hilfe aus dem Internet kann der Einsteiger auch auf Handbücher zurückgreifen. Ratgeber eigneten sich relativ gut, um sich mit einer bestimmten Programmiersprache vertraut zu machen, erklärt Plödereder. «Sie vermitteln Grundzüge, mit denen man sein erstes kleines Programm schreiben kann.»

Analytische Fähigkeiten und logisches Denkvermögen sind für den Anfänger eine wichtige Voraussetzung. «Einsteiger können bei uns deshalb den Kurs Logik und Mathematik belegen, wenn sie noch nie programmiert haben», erklärt Stefan Dewes, Leiter der Volkshochschule Dillingen/Saar. Das sei besonders für absolute Anfänger sinnvoll, weil es später meist genau daran hapere. Es sei wichtig, einfache Begrifflichkeiten verständlich zu machen - etwa, was eine Schleife oder eine Variable überhaupt ist.

In den Kursen wird laut Dewes nach dem Drei-Stufen-Prinzip gearbeitet: «Vormachen, nachmachen und vertiefend üben.» Gerade weil die Detailarbeit oft so schwierig ist, lernt man als Einsteiger am besten in einer kleinen Gruppe, erklärt Erlenkötter. «Vier Augen sehen mehr als zwei.»

Der Programmierer selbst habe oft nicht den nötigen Abstand zu seiner Programmierung. Er übersieht seine eigenen Fehler leicht und schaut immer wieder darüber hinweg. Richtiges Programmieren lerne man jedoch kaum in einem Volkshochschulkurs, sagt Plödereder. So etwas könne lediglich als Einstieg dienen.

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