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Mailen und konferieren: Was Handys alles können

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Was Handys alles können
Notfalls mit Codes arbeiten: Mit «*100#» können Prepaid-Kunden von E-Plus, T-Mobile und Vodafone ihr Guthaben abfragen. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

am 31.12.2008 | Von Sven Appel, dpa

Allensbach/Hamburg (dpa/tmn) - Das Handy ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Neun von zehn Deutschen nutzen ein Mobiltelefon - zum Telefonieren natürlich, aber auch zum Kurznachrichten schreiben oder Fotografieren.

Der aktuellsten Computer- und Technik-Analyse des Instituts für Demoskopie Allensbach zufolge empfangen und senden 88 Prozent der Anwender SMS, 50 Prozent nutzen die Digitalkamera. Dann hört es meist aber auch schon auf mit dem Interesse an zusätzlichen Funktionen. Dabei gibt es viele Kniffe, die vor allem den Umgang mit dem Handy leichter machen.

Um etwa die Summe der verschickten SMS im Auge zu bahalten, haben manche Handys einen Nachrichtenzähler. Bei den Modellen von Sony Ericsson, die nicht mit Windows mobile arbeiten, ist er im Menü unter «Einstellungen/Anrufe/Zeit und Kosten» zu finden.

Neue Handys ohne Bluetooth gibt es kaum noch. Trotzdem nutzen laut Allensbach nur 27 Prozent der Besitzer diese Funktion. Dabei ist sie praktisch und leicht zu handhaben: So lassen sich etwa Fotos leicht auf andere Handys übertragen. Und wer im Auto telefonieren will, kann sein Handy via Bluetooth mit einer Freisprecheinrichtung verbinden.

Das Unternehmen Sirvaluse aus Hamburg untersucht, wie Anwender mit technischen Geräten klarkommen: «Nur etwa zehn Prozent der Funktionen werden überhaupt genutzt», sagt Geschäftsführer Tim Bosenick. Daran seien teils auch die Hersteller und Mobilfunkanbieter schuld.

Das mobile Internet etwa habe ein schlechtes Image. Das liege zum einen daran, dass sie lange sehr teuer war. Zum anderen reichte früher bei vielen Handys ein versehentlicher falscher Tastendruck, um unbeabsichtigt online zu gehen und teils viel Geld loszuwerden. «Das hat sich in den Köpfen der Leute festgesetzt», so Bosenick. Dass sich zwischenzeitig viel geändert hat, wissen viele nicht.

Oft sind die Menüs schwer durchschaubar. Da ist es oft einfacher, bestimmte Funktionen über Codes direkt aufrufen: Wer Anrufe umleiten lassen will, weil er nicht erreichbar ist, tippt folgende Kombination ein: «**62*Rufnummer#». Bestätigt wird sie mit der Wahltaste. Mit «##002#» und Wahltaste lassen sich alle Umleitungen wieder löschen.

Wer während des Telefonierens eingehende Anrufe nicht verpassen will, kann mit «*43#» die Anklopf-Funktion aktivieren. Dann gibt das Handy ein Signal, auch wenn gerade gesprochen wird (Deaktivierung: «#43#»). Soll das Gespräch angenommen werden, wird die «1» gedrückt, teils muss über die Wahltaste bestätigt werden. Eine Konferenz mit allen Gesprächsteilnehmern lässt sich mit der «3» starten.

Für Prepaid-Kunden interessant ist die Guthabenabfrage: Bei E-Plus, T-Mobile und Vodafone führt «*100#» zu einer Auskunft. Bei O2 ist es «*101#» und Wahltaste. Wer seine Nummer nur bestimmten Gesprächspartnern zeigen will, veranlasst das mit der Kombination aus «*31#» und der jeweiligen Nummer.

Fast jedes neue Handy kann E-Mails empfangen und senden. Das ist laut Steffen Grosch von Sony-Ericsson mittlerweile auch sehr einfach geworden, da die Modelle in der Regel ein Installationsprogramm haben: «Da müssen Sie meist nur noch den Namen ihres E-Mail-Kontos und ihr Passwort angeben - den Rest übernimmt das Handy.»

Empfehlenswert ist es, sich von seinem neuen Handy die sogenannte IMEI-Nummer zu notieren. Geht das Telefon verloren, hilft sie bei der Suche nach dem Gerät und seiner Identifikation. Die IMEI lässt sich mit «*#06#» aufrufen.

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