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Lesezeichen ordnen: Tipps gegen Chaos im Browser

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Ordnung bei Lesezeichen
Gegen Kraut und Rüben ist ein Kraut gewachsen: Alle Webbrowser bringen Funktionen zur Favoritenverwaltung mit. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

am 24.12.2008 | Von Juliane Mroz, dpa

Hamburg (dpa/tmn) - Lesezeichen sollen helfen, mit einem Klick die richtige Website zu finden. Doch oft wird die Liste derart lang, dass das untere Ende nur durch ausdauerndes Scrollen erreicht. Ordnung zu schaffen, ist da mühsam. Verschiedene Werkzeuge helfen.

Eines davon ist die Lesezeichen-Verwaltung des Browsers. Recht spartanisch kommt sie beim Internet Explorer 7 daher. Hier können Lesezeichen nur gespeichert und in verschiedene Ordner sortiert werden. Vielen Nutzern genügt das, doch andere Browser bieten mehr. Opera (de.opera.com) etwa hat eine Schnellwahl, die zu den neun Seiten führt, die der Nutzer am häufigsten aufruft. Den Lesezeichen können Kürzel zugeteilt werden, die dann nur noch in die Adresszeile getippt werden müssen, um den jeweiligen Link aufzurufen.

Eine Synchronisations-Funktion bietet auch Mozillas Firefox. Dafür muss der Anwender unter addons.mozilla.org/de das Add-on «Foxmarks» herunterladen. Und mit der Erweiterung «Scrapbook» lassen sich Kopien ganzer Webseiten auf der Festplatte speichern - bei Bedarf mitsamt verlinkter Inhalte. Auf den Seiten können beispielsweise Textstellen markiert werden. «Scrapbook» funktioniert mit Firefox 2 und 3.

Auch von Haus aus hat Firefox eine ausgefuchste Verwaltung: Die Lesezeichen können mit Schlagwörtern - Tags - versehen werden. Das hilft bei großen Sammlungen, einzelne Einträge oder ganze Gruppen von Lesezeichen zu finden. Wer einen Link sehr schnell speichern will, muss nur einmal auf das Sternchen in der Adresszeile klicken, und der Link wird unter «Unsortierte Lesezeichen» abgelegt. Ordnungsliebende klicken zweimal und packen den Link direkt in den gewünschten Ordner.

Bei Opera funktioniert das Speichern von Favoriten unter anderem mit der Tastenkombination «Strg + D». Beim Internet Explorer führt etwa ein Klick auf die Favoriten-Schaltfläche zum Speichermenü.

Eine weitere Firefox-Besonderheit sind dynamische Lesezeichen. Sie schneiden mit, wenn auf der jeweiligen Seite neuer Inhalt steht. Wer sehr viele Seiten beobachten und ausgewählte Links archivieren will, dürfte aber mit einem Feedreader besser beraten sein. Ein solches Programm lässt sich etwa unter www.feedreader.com gratis downloaden.

Unabhängig vom eigenen Rechner klappt das Speichern und Verwalten von Favoriten mit Social-Bookmarking-Seiten wie delicious.com oder linkarena.com. Wer sie nutzen will, muss sich ein Profil anlegen. Dann kann er aus dem Browser heraus Links auf dem Profil speichern. Die Favoritensammlung kann wahlweise privat oder aber für ausgewählte Freunde beziehungsweise für alle anderen Nutzer einsehbar sein.

Delicious und Linkarena haben Tools, die das Favoritenspeichern erleichtern. Die Social-Bookmarking-Seite selbst muss dann nicht mehr aufgerufen werden. Wer nicht davor zurückschreckt, eine Linksammlung außerhalb seines Rechners anzulegen, kann durch Social Bookmarking nicht nur von jedem beliebigen Computer auf seine Links zugreifen, sondern auch andere Nutzer auf interessante Links aufmerksam machen.

Oft bringt schon Aufräumen den Surf-Spaß zurück. Ein hilfreiches Gratis-Tool ist AM-Deadlink («aignes.com/de/deadlink.htm»). Es findet tote und doppelte Links bei Firefox, Opera und Internet Explorer. Identifiziert es einen Link als tot - die Seite existiert nicht mehr - kann es sich lohnen, ihn unter www.archive.org in die «Wayback-Machine» zu kopieren: Dort sind alte Versionen vieler Seiten gespeichert, die es im Netz nicht mehr gibt.

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