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BerichteSchneller zum Ziel: Suchmaschinen richtig nutzen
![]() Unverzichtbares Hilfsmittel: Um im Internet an bestimmte Informationen zu gelangen, sind die Nutzer auf Suchmaschinen angewiesen. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn) am 17.12.2008 | Von Philipp Laage, dpa Hannover/Karlsruhe (dpa/tmn) - Informationen und Wissen sind seit der Erfindung des Internets so einfach abrufbar wie nie zuvor. Der Weg dahin führt für die meisten Nutzer über eine Suchmaschine - in Deutschland fast immer Google. Doch häufig endet die Suche im Netz nicht bei den Informationen, die der Anwender finden möchte. Er weiß oft nicht, wie er sinnvolle Suchanfragen formulieren muss. Außerdem gibt es für spezielle Suchbereiche neben den großen Suchmaschinen bessere Alternativen, um an die gewünschten Informationen zu kommen. Die großen Suchmaschinen mit eigenem Suchindex sind Google, Yahoo und msn.de, sagt Nadine Höchstötter, Leiterin für Forschung und Entwicklung beim Huber Verlag für Neue Medien in Karlsruhe. Sie hat sich viele Jahre mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung beschäftigt. Für englischsprachige Seiten komme noch «ask.com» dazu. Msn und Yahoo hätten allerdings weniger spezielle Ergebnisse. Für den wissenschaftlichen Bereich biete sich «base-search.net» der Universität Bielefeld an, erklärt Wolfgang Sander-Beuermann, Leiter des Suchmaschinenlabors am Regionalen Rechenzentrum Niedersachsen in Hannover. Dort können Surfer zum Beispiel auch mit Synonymen suchen. Darüber hinaus ermöglichten Meta-Suchmaschinen wie «metager.de» eine übergreifende Suche. Sie durchsuchen andere Suchmaschinen Die Suche im Netz lässt sich noch weiter verfeinern: «Bei «yacy.net» hat der Nutzer die Möglichkeit, nur auf seinen Lieblingsseiten zu suchen», sagt Sander-Beuermann. Die Suche erfasst dann nur Ergebnisse bestimmter Domains. Die Seite wird vom Karlsruher Institut für Technologie betrieben. Doch auch Google bietet nicht nur die gängige Massensuche: Unter «google.com/coop/cse» finde der Nutzer eine individuelle Suchmaschine, erklärt Nadine Höchstötter. Hier könne der Suchende nur seine persönlichen Lieblingsseiten durchstöbern. «Unternehmen haben die Möglichkeit, etwa nur auf den Seiten ihrer Konkurrenz zu suchen.» Nützlich sei auch der Dienst Google Alert, sagt Sander-Beuermann. Dort erhalte der Nutzer automatisch eine Mail, wenn eine neue Seite online geht, die sein Suchwort enthält. Eine reine Nachrichten-Suchmaschine ist laut Sander-Beuermann etwa «romso.de». Dort wird grafisch angezeigt, in welcher Häufung es wann besonders viele Ergebnisse zu einem Suchwort gibt. Ein neuer Anbieter auf dem deutschen Markt sei außerdem «cuil.com». Interessant sei hier, dass die Ergebnisse nicht gelistet, sondern nebeneinander angezeigt werden. «Das Bewertungssystem klappt aber noch nicht wirklich gut.» In Deutschland wird Google trotz anderer Spartenangebote immer noch bevorzugt: «Der Marktanteil liegt bei rund 90 Prozent», sagt Sander-Beuermann. Was die Ergebnisse dort verfälschen kann, seien Suchmaschinen-Optimierer, so Höchstötter. «Ein Beispiel für schwarze Schafe sind etwa Web-Kataloge, die immer den gleichen doppelten Inhalt anbieten», erklärt Sven Deutschländer von Dskom Onlineservices. Das Unternehmen aus Berlin hat sich auf Suchmaschinen-Optimierung spezialisiert. Webseiten würden optimiert, damit sie im Such-Algorithmus von Google leichter zu finden sind. Unternehmen seien daran interessiert, die obersten Plätze zu belegen. Die Bewertungsalgorithmen kann aber auch der Nutzer berücksichtigen. Die Suche mit nur einem Wort sei nicht sinnvoll, sagt Deutschländer. «Die Ergebnisse sind besser, wenn man seine Gedanken mit ein paar Schlagworten umreißt.» Das Suchen nach Wortgruppen mit Anführungszeichen liefere genauere Treffer - etwa bei der Personensuche mit Vor- und Nachnamen, erklärt Sander-Beuermann.
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