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AktuellesSicherheitslücke im Internet Explorer weiter offen
am 16.12.2008 Hamburg (dpa) - Eine kritische Sicherheitslücke im Internet Explorer von Microsoft ist auch einige Tage nach Bekanntwerden weiter offen. Im Moment seien allerdings nur Rechner in China betroffen, teilte das US-Softwareunternehmen am Dienstag (16. Dezember) mit. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI hatte wegen der drohenden Gefahr einer Infektion dazu geraten, die Sicherheitsstufe in dem Browser vorsorglich auf «hoch» zu stellen. Die Lücke ist vor allem deshalb so tückisch, da es ausreicht, eine infizierte Website mit dem Microsoft-Browser aufzusuchen, um seinen Rechner mit schädlicher Software zu infizieren. Die Schwachstelle im Internet Explorer ermögliche es Angreifern, einen beliebigen Code auf den betroffenen Rechnern auszuführen, erklärte das BSI. Dafür müsse der Angreifer sein Opfer lediglich dazu bringen, eine zuvor infizierte Website zu besuchen. Microsoft rät unter anderem dazu, vor allem unter dem Betriebssystem Windows XP vorsorglich im Browser die Unterstützung von JavaScript zu deaktivieren. Andere Sicherheitsexperten sehen in der Nutzung eines alternativen Browsers wie Firefox oder Opera den besseren Schutz. Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner sieht jedoch keinen Grund zur Panik. «Wir können keine explosionsartige Ausbreitung des 'Zero Day' beobachten», sagte Baumgärtner. Die BBC vermeldete dagegen am Dienstag, dass nach Beobachtungen der IT-Sicherheitsfirma Trend Micro bereits rund 10 000 Websites mit dem Schädling präpariert sein sollen. Die Sicherheitslücke ist durch ein Versehen publik geworden. Eine chinesische Firma, die sich aus akademischen Gründen mit Computer-Sicherheit beschäftigt, hatte die Software zur Ausnutzung der Lücke (Exploit) in Umlauf gebracht. Die Firma sei davon ausgegangen, dass Microsoft die Sicherheitslücke bereits kenne und längst gestopft hätte, sagte Baumgärtner. Wann das Problem behoben sein wird, steht bisher noch aus. Die Techniker arbeiteten derzeit rund um die Uhr daran, die Sicherheitslücke im Browser zu schließen, sagte Baumgärtner. Auch die führenden Hersteller von Anti-Virensoftware haben bislang noch keinen wirksamen Schutz veröffentlicht.
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