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Kalibration - Farbneutrale Darstellung auf dem Monitor

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Kalibration
Wenn es genau sein soll: Grafiker und Fotografen zum Beispiel sind auf eine farbgetreue Wiedergabe auf dem Display angewiesen. (Bild:Schierenbeck/dpa/tmn)

am 15.12.2008 | Von Philipp Laage, dpa

München/Schwalbach (dpa/tmn) - Viele Anwender verzweifeln vor ihrem Computerbildschirm - Weiß ist dort nicht gleich Weiß. Oft ist die vermeintlich neutrale Darstellung der Farben gestört: das Bild ist etwa rotstichig oder die Farben wirken zu kalt.

Wer professionell die Einstellungen seines Displays anpassen will, kommt um eine Kalibration nicht herum, erklärt Andreas Roth von der auf Monitore und Fernseher spezialisierten Verbraucher-Plattform Prad in München.

Grundsätzlich wird zwischen einer Hardware- und Software-Kalibrierung unterschieden. «Bei der Hardware-Kalibration nimmt der Nutzer die Einstellungen direkt am Monitor vor», sagt Roth. Für die meisten Bildschirme biete sich diese Möglichkeit aber nicht. Dann nutzt der Anwender am besten eine Farbmanagement-Software und die Einstellungen der Grafikkarte. In beiden Fällen komme als Messgerät ein Kolorimeter zum Einsatz, mit dem sich die aktuellen Farbwerte des Displays ermitteln lassen.

«Eine Kalibrierung der Hardware ist besser, weil die RGB-Korrekturkurve der Grafikkarte nicht angetastet wird», erläutert Roth. Dadurch würden die Farbverläufe einwandfreier dargestellt. Ein über die Hardware kalibrierbarer Monitor sei allerdings sehr teuer und lohne sich eher für Profis. «Das ist nützlich für alle, die auf eine gleichbleibende Farbdarstellung angewiesen sind - etwa Layouter, Grafiker und Profi-Fotografen», erklärt Bernd Weser-Krell von der Computerzeitschrift «PC-Welt». «Aber auch Hobby-Fotografen entdecken den Nutzen von Farbechtheit auf dem Bildschirm und beim Drucken.»

Wer nicht kalibriert, passe die Einstellungen lediglich seinem subjektivem Empfinden nach an, so Roth. Nur sei die Wiedergabe dann nicht farbverbindlich. Die Basiseinstellungen ließen sich allerdings meist direkt am Monitor vornehmen, erklärt Produktmanager Horst Strobender von Samsung in Schwalbach (Hessen). «Am besten stellt der Nutzer die Display-Einstellung nach dem Kauf zurück und passt sie individuell an.» Denn für die Vorführung im Handel werden die Monitore häufig extrem hell und kontrastreich aufgestellt.

Manche Einstellungen wie Kontrast und Helligkeit würden über das Bildschirm-Menü vorgenommen, sagt Weser-Krell. Erweiterte Möglichkeiten habe der Nutzer eventuell bei den RGB-Kanälen der einzelnen Farben. Als Farbraum sei sRGB für die meisten Monitor-Modelle im Consumer-Bereich der kleinste gemeinsame Nenner, erklärt Roth. Liegt zu einem Gerät oder einer Grafikkarte kein Farbraum vor, gehe auch Windows von sRGB aus.

Das Kalibrieren sollte regelmäßig vorgenommen werden. «Auch moderne TFT-Monitore verändern im Laufe ihrer Betriebsdauer die Farbwiedergabe, so dass eine Kalibrierung relativ häufig erforderlich ist.» Bei häufigem Gebrauch des Monitors kalibriere der Anwender am besten alle vier bis sechs Wochen.

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