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Schnee fotografieren und Technik dabei schützen

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Schnee fotografieren
Wider den Blaustich: Beim Fotografieren im Schnee ist der Weißabgleich besonders wichtig. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

am 03.12.2008 | Von Irena Güttel, dpa

Hamburg/Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Im Winter und vor allem im Ski-Urlaub bieten sich Hobby-Fotografen eindrucksvolle Motive. Doch auf den Aufnahmen wirkt die winterliche Pracht oft fahl und blaustichig. Schneelandschaften zu fotografieren, ist nicht einfach.

Mit einfachen Tricks gelingen dennoch schöne Bilder. Vor dem Fotografieren auf der Piste oder bei Schneewanderungen sollte man unbedingt den Belichtungsmesser an die hellere Umgebung anpassen, sonst werden die Bilder zu dunkel. Der Fotograf Ron Vollrath aus Hamburg, der auch an Volkshochschulen in Norddeutschland Kurse gibt, empfiehlt eine Einstellung von + 1,5. «Das passt für 95 Prozent aller Situationen im Schnee.»

Als nächstes kommt der Weißabgleich. «Viele Kameras neigen dazu, einen falschen Wert zu messen, wodurch die Bilder einen Blaustich bekommen», erklärt Vollrath. Die entsprechende Funktion ist im Menü zu finden. Dort gibt es Voreinstellungen für das Fotografieren bei Sonne, Bewölkung und Schatten. Eine zweite Möglichkeit ist, den Weißabgleich manuell vorzunehmen. Dafür zielt man mit dem Objektiv auf den Schnee und drückt dann - abhängig vom Modell - entweder den Auslöser oder die Set- beziehungsweise Ok-Taste.

Doch nicht nur für die Fotografen sind Winterlandschaften eine Herausforderung, auch für die Technik. «Bei Kälte verbraucht der Akku viel mehr Strom», erklärt die Sprecherin des Photoindustrie Verbands in Frankfurt, Constanze Clauß. «Deshalb sollte man unbedingt einen Ersatzakku mitnehmen, und die Kamera am besten unter der Jacke am Körper tragen.»

Wichtig ist es, den Fotoapparat gut vor Nässe zu schützen - unter der Jacke sollte er also immer in einer Tasche stecken. «Das ist vor allem beim Skifahren ratsam, falls man auf der Piste stürzt», sagt Clauß. Wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich ein Unterwassergehäuse. Und Akku, Objektive und Speicherkarte sollten nie unter freiem Himmel gewechselt werden.

Wird die Kamera doch mal nass, sollte sie mit einem Tuch abgetrocknet werden. «Aber auf gar keinen Fall mit einem Papiertaschentuch», warnt Clauß. «Es enthält feine Holzpartikel, die wir zwar nicht sehen, die aber der Kamera schaden.» Ein spezielles Reinigungstuch sei besser geeignet, auch zum Abwischen von beschlagenen Linsen.

Auch der Kauf eines neues Apparats könne sich vor dem Urlaub lohnen, meint Clauß. Eine Kamera mit Serienbildfunktion fange die Bewegungsabläufe beim Skifahren besser ein. Dazu sollte sie mindestens einen 10- bis 15-fach Zoom besitzen, damit man näher an fahrende Skifahrer oder entfernte Berggipfel heran kommt.

Fotograf Ron Vollrath meint dagegen: «Weniger ist beim Fotografieren mehr.» Als Motiv sollte seiner Meinung nach lieber ein kleiner Ausschnitt gewählt werden, als ein ganzer Berghang. Dabei sollte man möglichst nah ran gehen und auf den Zoom verzichten. Das frisst zum einen viel Strom und zum anderen erhöht es das Risiko, das Bild zu verwackeln. Nicht sparen sollte man dagegen beim Blitz. «Wenn die Sonne in den Bergen sehr stark scheint, gibt es harte Schatten im Gesicht.» Das Ergebnis: Die Augen sind kaum noch zu erkennen. Dagegen hilft nur, den Blitz einzuschalten.

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