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Schärfere Bilder mit Grafiktreiber-Updates

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Grafiktreiber-Updates
Aktualisieren ist angesagt: Grafikkarten-Hersteller bieten regelmäßig neue Treiber für ihre Hardware an. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

am 03.12.2008 | Von Heiko Haupt, dpa

München/Hamburg (dpa/tmn) - Wenn das Bild beim Spielen ruckelt, muss nicht gleich eine neue Grafikkarte oder gar ein neuer Rechner her. Manchmal wirkt schon eine kostenlose Aktualisierung des Grafikkarten-Treibers Wunder.

Ob aus Unlust oder Unwissenheit: Der zurückhaltende Umgang mit den Updates bei den Grafikkartentreibern ist ein verbreitetes Phänomen. So erzählt Daniel Visarius von der Zeitschrift «Gamestar», dass im Rahmen einer nicht repräsentativen Umfrage des Blattes 18 Prozent der Befragten angaben, sie würden diesen Treiber nur einmal im Jahr oder seltener aktualisieren. 10 Prozent hätten angegeben, dass sie es bei einem einmal installierten Treiber belassen würden.

Was dann allerdings Folgen hat: «Wer so lange auf ein Update verzichtet, muss in einigen Spielen mit einer um bis zu 10 Prozent verringerten Leistung rechnen», sagt Daniel Visarius. Bei den Grafikkarten-Herstellern selbst geht man sogar noch von weit größeren Unterschieden aus. Das gilt jedenfalls dann, wenn man ein Kartenmodell nimmt und über dessen Verkaufszeitraum die Differenz zwischen dem ursprünglichen Treiber und der finalen Version am Ende des Lebenszyklus vergleicht: «In dieser Zeit gibt es Performance-Zunahmen um bis zu 40 Prozent», erklärt Michael Schmid, Sprecher von AMD in München, dem Anbieter der ATI-Grafikkarten.

Diese Unterschiede beruhen speziell bei Spielen darauf, dass gerade diese Software-Gattung regelmäßig unter die Lupe genommen wird. «Derzeit sind es etwa 30 Spiele, die wir regelmäßig prüfen», so Michael Schmid. Dabei handelt es sich um die aktuellsten und meistverkauften Titel, die auf ihre Zusammenarbeit mit der jeweiligen Grafikkarte hin überprüft werden. Zusätzlich hinzugefügte Funktionen bei neuen Treiberversionen können die Spielleistungen optimieren. Neben diesen 30 Top-Titeln gibt es 500 weitere Spiele, die nach dem Zufallsprinzip turnusmäßig immer wieder überprüft werden.

Laut Daniel Visarius haben diese ständigen Kontrollen zur Folge, dass zum Beispiel ATI monatlich eine neue Treiberversion veröffentlicht. Bei Konkurrent Nvidia sind die Erscheinungstermine den Angaben zufolge etwas unregelmäßiger. Aktuelle Informationen finden sich auf den Internet-Seiten des jeweiligen Anbieters.

Allerdings sind mit der Installation eines neuen Treibers nicht immer alle Probleme gelöst. «Kein Treiber ist perfekt für alle Spiele», so Daniel Visarius. Oft hilft dann ein Blick in die Foren der jeweiligen Titel, wo Spieler sich austauschen, welche Erfahrungen sie mit welchem Treiber haben. Grundsätzlich sei es aber empfehlenswert, «alle drei bis vier Monate» ein Update zu machen. «Denn je mehr Zeit verstreicht», so Daniel Visarius, «desto größer werden die Unterschiede.»

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