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Einstellungssache: Arbeiten an fremden Rechnern

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Arbeiten an fremden Rechnern
Flexibel bleiben: Die U3-Plattform erlaubt es, Anwendungen direkt vom USB-Stick auszuführen. (Bild: U3/dpa/tmn)

am 27.10.2008 | Von Dirk Averesch, dpa

Hannover/Mountain View (dpa/tmn) - Wer schon mal an einem fremden Rechner arbeiten musste, hat es vielleicht bemerkt: Dort fehlen die eigenen Browser-Bookmarks und andere persönliche Einstellungen.

Lösungen für diese Probleme bieten spezielle Programme auf mobilen Speichern und web-basierte Dienste. Eine persönliche mobile Arbeitsumgebung verspricht beispielsweise das Konzept U3, ein von USB-Speicherherstellern entwickelter Software- und Hardware-Standard, mit dem sich Programme und ihre Konfiguration direkt von einem Speicherstick ausführen lassen.

So kann der Anwender zum Beispiel seinen eigenen Webbrowser nutzen, ohne das Programm oder sonstige Daten auf der Festplatte des jeweils genutzten Rechners ablegen zu müssen. Speichersticks mit der U3-Startmenü-Software und einem speziellen U3-Chip, der unter anderem Passwortschutz und Verschlüsselung ermöglicht, kosten grundsätzlich nicht mehr als herkömmliche USB-Sticks.

Ähnlich wie U3 funktioniert die virtuelle Startmenü-Oberfläche Ceedo, die startet, sobald der Speicher an den Wirtsrechner angeschlossen wird. Über sie lassen sich auch ohne Administratorenrechte Programme vom Flash-Laufwerk starten. Das rund 30 Euro teure Ceedo hat ein Werkzeug an Bord, über das beliebige Programme auf das Flash-Laufwerk installiert werden können. Über Ceedo ausgeführte Software ist rot gerahmt und mit einem Symbol in der Bildschirmecke kenntlich gemacht.

Nach dem Abziehen des Speichers werden alle Spuren von einem auf dem PC zurückbleibenden Programm gelöscht, das nachher selbst von Windows entfernt wird. «Im Unterschied zur Konkurrenzlösung U3 läuft Ceedo zwar auf fast jedem Wechselspeicher, arbeitet aber ohne Netz und doppelten Boden», urteilt das Internetportal «heise mobil» in Hannover. Persönliche Daten seien weder durch ein Passwort noch durch eine Verschlüsselung geschützt.

Mit Passwortschutz aber ebenfalls ohne Verschlüsselung arbeitet die simulierte und anpassbare Windows-Oberfläche MojoPac auf externen Festplatten, USB-Sticks und sogar auf dem Apple iPod. In die kostenlose MojoPac-Umgebung lassen sich prinzipiell alle Windows-Anwendungen installieren. Der Hersteller Ringcube wirbt damit, ganze Computer- und Online-Spiele ins MojoPac zu schnüren und sieht sein Angebot als Notebook-Ersatz. «Befreien Sie sich von schweren Laptops», so das Unternehmen aus Mountain View in Kalifornien.

Bei allen Konzepten ist an unbekannten Rechnern Vorsicht geboten, was gespeicherte sensible Daten angeht. «Stellen Sie daher sicher, dass wichtige Daten stets nur verschlüsselt auf dem Stick liegen, und fertigen Sie zudem regelmäßig Sicherheitskopien davon an», rät «heise mobil». Persönliche Daten sollten zudem nur dann entschlüsselt werden, wenn der gastgebende PC vertrauenswürdig ist.

An ihre Grenzen stoßen Speicherlösungen, wenn der Besitzer oder Administrator eines fremden Rechners die Nutzung der USB-Schnittstellen oder des Kartenlesers eingeschränkt oder gesperrt hat. Dann kann es sich lohnen, über das Internet wenigstens auf Bookmarks zugreifen zu können. Dazu taugen beispielsweise kostenlose Dienste wie Foxmarks Bookmark Synchronizer für Nutzer des Firefox-Browsers oder Bookkit für Anwender, die sowohl mit Firefox als auch mit dem Internet-Explorer arbeiten. Auch über Social-Bookmarking-Dienste wie Delicious oder Mister Wong sind die eigenen Favoriten schnell übers Netz erreichbar.

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