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Zum Spielen oder nicht: Was beim PC-Kauf zählt

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Was beim PC-Kauf wichtig ist
Beim PC-Kauf: Besser vom Fachmann beraten lassen, als einfach verschweißte Stapelware zu kaufen. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

am 15.10.2008 | Von Sven Appel, dpa

Berlin/Hannover (dpa/tmn) - Mittlerweile werden in Deutschland mehr Notebooks als PCs verkauft. Dabei sprechen ein günstigerer Preis bei gleicher Leistung und die Erweiterungsmöglichkeiten für den PC.

Irgendein Gerät von der Palette ins Auto zu wuchten, ist aber nicht der beste Weg zum neuen Computer. Wer für die kommenden Jahre einen zuverlässigen Rechner sucht, schaut am besten erstmal auf dessen innere Werte und horcht, ob er leise arbeitet.

Dem Branchenverband BITKOM in Berlin zufolge werden dieses Jahr in Deutschland voraussichtlich 11,6 Millionen Computer verkauft - 1,5 Millionen mehr als 2007. Der Zuwachs ist vor allem den Käufern von Notebooks geschuldet. Der Verkauf von Desktop-PCs wird dagegen mit 4,4 Millionen Stück auf dem Vorjahresniveau bleiben.

Für den klassischen PC spricht zum Beispiel das Preis-Leistungs-Verhältnis: Kosten ein PC und ein Notebook ungefähr gleich viel, bietet der Desktop-Rechner in der Regel mehr Ausstattung und Rechenleistung. «Und bestimmte High-End-Hardware findet sich fast nur im PC», sagt Christof Windeck von der Zeitschrift «c't».

Die Stiftung Warentest hat neun PCs und den Apple iMac untersucht. «Die meisten Computer im Test bringen Rechenleistung satt», heißt es im Bericht der Zeitschrift «test». Die Rechner kosten zwischen 495 und 1000 Euro. Kann man da viel falsch machen? Kommt darauf an - etwa darauf, ob man mit Lärm umgehen kann: Mancher PC röhrt geradezu, schuld ist der laute Lüfter.

Ideal wäre es, den PC auszuprobieren. Doch die Realität sind verpackte Stapelware und Verkäufer ohne Zeit für eine Vorführung. Das Problem lässt sich durch Lektüre von Testergebnissen verringern. Oder der Nutzer bestellt online und schickt einen «röhrenden Hirsch» zurück. In jedem Fall sollte er zuvor überlegen, welche Anschlüsse er braucht, rät Windeck: Wird etwa eine FireWire-Schnittstelle für den Camcorder benötigt, eSata für die externe Festplatte oder HDMI?

Beurteilt werden sollte auch die Ausbaufähigkeit. Freie PCI-oder PCIe-Slots ermöglichen den späteren Einbau etwa einer TV-Karte. Und wer später einen Blu-ray-Brenner intern nachrüsten möchte, braucht einen freien Schacht, soll das DVD-Laufwerk nicht rausfliegen. «Bisher werden Blu-ray-Laufwerke vor allem in höherwertigen Rechnern eingesetzt», sagt Jörg Hartmann von Fujitsu Siemens Deutschland.

Bei den Prozessoren setzen einige Hersteller bereits für PCs der Mittelklasse auf Quad-Core-Modelle, also auf Chips mit vier Kernen. Derzeit gibt es laut Windeck aber nur wenige Anwendungen, bei denen sich ein Vierkernprozessor deutlich bemerkbar macht. «Dazu zählen einige Filterfunktionen in Photoshop.» Ansonsten haben Dual-Core-Prozessoren in der Regel das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ist der Prozessor der Motor im Rechner, übernimmt die Grafikkarte die Aufgabe eines Turbos. Je leistungsfähiger sie ist, desto flüssiger laufen 3D-Spiele und andere Grafik-intensive Anwendungen. Hier kommen zum Beispiel die GeForce 8600 GT von Nvidia oder die ATI Radeon HD 3600 mit jeweils 512 Megabyte (MB) Speicher zum Einsatz.

Beim Arbeitsspeicher, ausgedrückt in RAM, sind zwei Gigabyte (GB) das Minimum, besser sind drei -vor allem, wenn das ressourcenhungrige Windows Vista auf der Maschine läuft. Und bei der Festplattengröße sollte sich der Käufer nicht auf weniger als 500 GB einlassen. Oft zu finden sind auch schon 640 oder 750 GB. In wenigen Monaten werden sogar Speicherkapazitäten von einem Terabyte gang und gäbe sein.

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