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Unterwasserfotos: Andenken aus einer anderen Welt

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Kamera
Wasserdichter Begleiter für Taucher: Bedient wird die eingeschlossene Kamera über Schalter an der Außenseite des Gehäuses. (Bild: Fujifilm/dpa/tmn)

am 08.10.2008 | Von Arnd Petry, dpa

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Unter der Wasseroberfläche liegt eine andere Welt. Taucher und Schnorchler wissen das. Fotografische Andenken aus dieser Anderswelt mitzunehmen war nie einfacher - und billiger - als heute.

Mehr als eine Kompaktkamera und ein Unterwassergehäuse sind für die ersten Aufnahmen nicht notwendig. Mit etwas Erfahrung entstehen schnell ansprechende Erinnerungsfotos.

Damit die kleinen Digitalknipsen auch im nassen Element ihren Dienst verrichten können, haben inzwischen viele Hersteller wie Olympus, Fujifilm, Canon, Sony, Casio, Panasonic und JVC wasser- und druckdichte Gehäuse aus durchsichtigem Polykarbonat im Programm. Die Preise der Gehäuse liegen zwischen 100 und 250 Euro. «Sie sind für jede Kamera speziell angepasst», so Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband (PIV) in Frankfurt.

Mit Hilfe von Schaltern an der Außenseite des jeweiligen Gehäuses lassen sich im Inneren Hebel und Stifte bewegen, die wiederum die Schalter auf der Kamera bedienen. Zu viele Schalter sollten Anfänger unter Wasser jedoch nicht bedienen: «Die besten Ergebnisse hat man am Anfang mit dem Automatikprogramm der Kamera», rät Clauß.

Der häufigste Anfängerfehler sei, dass wahllos ausgelöst wird, weil es gerade so schön unter Wasser ist, sagt der professionelle Unterwasserfotograf Eckhard Krumpholz aus dem hessischen Limburg. «Die bewusste Bildgestaltung geht dabei flöten», sagt Krumpholz. Statt von oben und hinten sollten Fische nach Ansicht des Unterwasserprofis grundsätzlich immer auf Augenhöhe und von vorne abgelichtet werden.

Die Unterwasserfotografie besteht im Wesentlichen aus zwei Disziplinen: Makrofotografie und Weitwinkelfotografie. «Weitwinkel ist viel schwieriger», so Krumpholz. «Die Bildgestaltung ist anspruchsvoller und ebenso die Ausleuchtung.» Bei der Makrofotografie konzentriert sich der Unterwasserfotograf auf kleine Objekte.

In beiden Fällen stellt sich ein Problem: Das Licht unter ist völlig anders als über Wasser. «Mit zunehmendem Weg, den das Licht unter Wasser zurücklegt, verschwinden die Farben», erklärt Constanze Clauß. Die Farben der Unterwasserwelt bringen spezielle Unterwasserblitze wieder zur Geltung. Daher ist es hilfreich, wenn das Gehäuse einen Anschluss für externe Unterwasserblitze und an der Unterseite ein Stativgewinde hat. Daran kann eine Metallschiene mit dem Ausleger für den Unterwasserblitz befestigt werden. «Das Licht sollte möglichst von weit oben oder von der Seite kommen», erklärt Eckhard Krumpholz. Das von den Schwebeteilchen im Wasser reflektierte Licht fällt dann nicht in die Kameralinse.

Wer Fotos wie in Magazinen schießen will, kann seinen Kleinwagen verkaufen. Bei rund 15 000 Euro liegt laut Krumpholz der Preis für eine professionelle Kameraausrüstung. Dafür gibt es eine digitale Spiegelreflexkamera mit Makro- und Superweitwinkelobjektiv, zwei leuchtstarke Unterwasserblitze und Gehäuse aus Aluminium oder Kunststoff, die von Spezielanbietern wie Subal, UK Germany, Ikelite oder Hugyfot an das jeweilige Kameramodell angepasst wurden. Ein Hobby für Sparfüchse ist die Unterwasserfotografie also nicht.

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