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Kuriose Sammlung: Computer, Roboter, Spielkonsolen

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Boris Jakubaschk
Boris Jakubaschk zeigt den Roboter «Heathkit Hero», eine «Wang 700» und einen «Commodore 3016» (v. l. n. r.). (Bild: dpa)

am 01.10.2008 | Von Lucy Breucha, dpa

Ettlingen (dpa) - Der Tischrechner mit den bunten Tasten ist fast so alt wie Boris Jakubaschk selbst. «Das ist schon ein spektakuläres Stück», findet der 40-Jährige aus Ettlingen in Baden-Württemberg.

In seiner Sammlung, die über 300 Computer, etliche Spielkonsolen und auch einige Handys umfasst, gehört die Wang 700 aus dem Jahr 1969 zu den Lieblingsteilen Jakubaschks. Der Tischrechner ist das älteste Gerät in der Sammlung, das man als Computer bezeichnen könnte und funktioniert wie ein programmierbarer Taschenrechner. Der Datenspeicher: eine herkömmliche Musik-Kassette.

Die Sammlerkarriere von Boris Jakubaschk begann bereits im Teenageralter. Seinen ersten Computer, einen Texas Instruments TI99/4A, der heute noch im Keller steht, bekam er Weihnachten 1982. Später «erbte» Jakubaschk ein Nachfolgemodell des Commodore Pet, der in der Firma des Onkels ausgedient hatte. «Ich war ja als Computerfreak verschrien», erzählt er. Einen anderen Computer erstand er auf dem Flohmarkt und schaffte sich kurz darauf «aus Interesse» noch einen alten Apple II an. «Irgendwann war ich dann drin in der Sammelei», erklärt Jakubaschk.

Und so finden sich mittlerweile einige Kuriositäten in seinem Haus. Jakubaschk holt einen Sinclair ZX81, Baujahr 1981, hervor. «Das ist der erste Computer, den man in Deutschland für unter 500 Mark kaufen konnte», sagt der Sammler. Zum Zubehör des Computers zählt auch ein kleiner Drucker, der per Funkenüberschlag auf metallisiertes Papier druckt. Die eingelegte Papierrolle ist kaum breiter als die in den Supermarktkassen. Boris Jakubaschk besitzt den Sinclair ZX81 auch als Bausatz - eine echte Rarität und deshalb wertvoller als der fertige Computer selbst.

Wer glaubt, im Hause Jakubaschk komme für den Eigengebrauch nur der neueste technische Schrei infrage, der irrt. «Ich hab' nicht mal 'nen Flachbildfernseher, und meine Stereoanlage ist 16, 17 Jahre alt», schmunzelt Jakubaschk. Bei den Sammlerstücken jedenfalls ist dem Softwareentwickler das Präsentieren viel wichtiger als das Benutzen. Für die Weihnachtsfeier der Firma Adobe Systems hat er letztes Jahr in Hamburg einen Spielepark aufgebaut - mit alten Videospielen und Homecomputern aus seinem Bestand. Manchmal verleiht Jakubaschk seine Geräte auch an Museen oder hält Vorlesungen. Momentan bietet er an der Berufsakademie Karlsruhe und an der Kunstakademie Stuttgart Veranstaltungen über Rechnerarchitektur und Computergeschichte an. Dort führt er den Studenten auch das eine oder andere Stück aus seiner Sammlung vor.

Kommt man denn bei so vielen Geräten nicht durcheinander? Boris Jakubaschk jedenfalls nicht, er hat alles im Kopf. «Wenn Sie mich nach einem bestimmten Stück fragen, kann ich Ihnen das innerhalb von ein paar Minuten raussuchen.» Wirklich beachtlich, wirft man einen Blick auf die 20 Quadratmeter im Keller, die vom Boden bis zur Decke mit Computern und Robotern gefüllt sind.

Im Arbeitszimmer sind die kleineren Geräte untergebracht: Pocketcomputer, Spielekonsolen und seit noch nicht allzu langer Zeit auch Digitalkameras. Die sind die neue Leidenschaft des 40-Jährigen: Er hat ihnen sogar eine eigene Internetseite gewidmet. Dort können Liebhaber sich über die knapp 60 Modelle, die zu Hause im Regal des Sammlers stehen, informieren. Es sollen aber noch viele mehr werden. Jakubaschk freut sich über jeden Neuzugang.

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